Wenn Birgit Fischer einen Raum betritt, spürt man schnell: Hier spricht jemand mit Klarheit, Präsenz und Lebenserfahrung. Die Österreicherin ist fünffache SPIEGEL-Bestsellerautorin, Unternehmerin, Speakerin und Gründerin der Plattform Powersoul. Bekannt wurde sie mit Themen rund um Intuition, persönliche Entwicklung und Bewusstseinsarbeit – vermittelt jedoch auf eine Weise, die nahbar, pragmatisch und überraschend unprätentiös wirkt. Was sie auszeichnet, ist die Verbindung von Tiefgang, Humor und einer klaren Sprache auch für komplexe innere Prozesse. Mit ausverkauften Live-Formaten, Büchern und einer grossen digitalen Community – allein auf Instagram rund 94’000 Menschen, 184’000 auf YouTube – erreicht sie weit über den deutschsprachigen Raum hinaus ein breites Publikum. Ihre eigentliche Wirkung liegt vielleicht darin, Menschen zu ermutigen, wieder stärker auf die eigene innere Orientierung zu vertrauen. Wenn Birgit heute auf der Bühne steht und strahlt, ist das keine logische Konsequenz, wenn man einen Blick in ihr Leben wirft. Eher eine Leistung. Denn es hätte auch ganz anders kommen können für die charismatische Österreicherin.
Ladies Drive: Was ist der Geruch oder Duft deiner Kindheit?
Birgit Fischer: Das ist eine Paarung aus Nussbaum und Sonne.
Wie verbindest du diesen Duft konkret mit deiner Kindheit?
Ich habe darüber etwas sehr Ursprüngliches gespürt: was Erde wirklich ist, wie sie sich anfühlt, was es bedeutet zu leben. Und leben bedeutet für mich, die Sinne zu benutzen – zu riechen, zu sehen, zu fühlen, die Sonne auf der Haut zu spüren und all das wahrzunehmen, was rundherum da ist.
Wie kann ich mir dich als Kind und als Teenager vorstellen?
Das ist bei mir nicht ganz einfach, weil ich als Kind ständig bei Ärztinnen und Ärzten war, weil ich ein ziemlich seltsames Kind war – zumindest für die anderen, für mich selbst nicht. Ich hatte einen irrsinnigen Gerechtigkeitssinn. Wenn Tieren oder Menschen Leid zugefügt wurde, hielt ich das nicht aus, und ich habe mich als Kind entsprechend gewehrt, wenn so etwas passiert ist. Gleichzeitig war ich eine Jugendliche, die kaum sprach – zumindest nicht gern mit anderen Menschen. Ich war zurückgezogen, introvertiert. Und ehrlich gesagt muss ich auch heute nicht mit jedem sprechen. Ich unterhalte mich gern mit Menschen, bei denen es sich gut anfühlt. Weil ich das schon als Kind so gemacht habe, bekam ich schnell den Stempel einer Rebellin. Gleichzeitig war ich viel krank oder depressiv. Und irgendwann wollte diese Rebellin nicht mehr so sein oder nicht mehr leben. So kann man sich das ungefähr vorstellen.
Du hast gesagt, du warst viel beim Arzt. Darf ich fragen, weshalb?
Begonnen hat es mit schwerer Epilepsie in meiner Kindheit. Später kamen Depressionen dazu, weil ich dachte, so wie ich bin, sei ich nicht richtig, nicht okay. Anfang zwanzig ging ich zu Ärzten, Psychologen und Neurologen und sagte allen: Mit mir stimmt etwas nicht, bitte checkt mich durch, weil ich Dinge sehe und höre, die andere nicht wahrnehmen – und es wird immer stärker. Aber man schickte mich immer wieder nach Hause und sagte, ich sei eigentlich gesund. Man erklärte mir, meine „erweiterte Wahrnehmung“ komme von einer hohen emotionalen Intelligenz. Dann habe ich mich mit Medikamenten vollstopfen lassen. Als Nebenwirkungen litt ich in der Folge an Rheuma und Arthritis. Und dann an Krebs. Ein Geschwür nach dem anderen. Und das durfte ich heilen lernen. Ich habe mich damals von der Schulmedizin abgewendet und alternativ geheilt. Ich möchte aber an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass es ganz wunderbare Ärztinnen und Ärzte gibt, die sehr ganzheitlich arbeiten. Heute arbeite ich energetisch. Ich versuche, Menschen etwas mitzugeben, das sie in ihre Selbstermächtigung bringt.
Danke, dass du das teilst. Heftig. Wann konntest du für dich akzeptieren, dass du Dinge wahrnimmst, die andere nicht hören, fühlen oder sehen?
Ich wurde mit 33 schwanger, obwohl mir offiziell gesagt worden war, ich könne keine Kinder bekommen. Ich habe in meinem Bauch gespürt, dass da ein kleines Wutzi drin ist, das mir sehr ähnlich ist. Das hat mich so berührt – dieses Gefühl, dass wir nun zu zweit da sind –, dass ich es für dieses Wesen gelernt habe zu akzeptieren. Viele Menschen hatten mir im Laufe meines Lebens gesagt, dass ich etwas sehr gut könne. Diese Akzeptanz führte dazu, dass ich immer mehr Menschen traf, die das ebenfalls können. Dann bin ich schrittweise ins Heilen hineingegangen, in einen energetischen Heilberuf, weil ich gesehen habe, dass es gebraucht wird. Und ich habe festgestellt, dass eigentlich alle Menschen Hellsinne haben. Bei manchen sind sie deutlicher ausgeprägt als bei anderen, aber grundsätzlich sind sie da. Energetik und energetisches Arbeiten sind für mich nicht nur eine Gabe, sondern auch ein Weg der Selbstheilung – und ein Einstieg in die Selbstermächtigung.
Du hast jetzt schon ein paarmal die Wörter „heilen“ und „lernen“ benutzt. Kannst du deine Gedanken zu Selbstheilung, aber auch zur Heilung anderer mit uns teilen?
Das Wort „heilen“ impliziert oft, dass man nicht ganz gesund ist. Ich bin täglich bereit, in der Gesundung zu sein. Und das bedeutet auch, bereit zu sein hinzusehen, zu akzeptieren, wenn ich etwas gemacht oder erlebt habe, das nicht schön war. Auch gewisse Krankheiten, etwa ein Krebsgeschwür, können Teil eines Weges sein. Ein Entwicklungshelfer. Das sind Schritte, die zur Gesundung gehören. Allerdings kann man niemanden zur Heilung zwingen. Diese Entscheidung, gesund zu sein, muss man selbst treffen. Aktiv und bewusst. Es gibt Menschen, die haben noch gar nicht bemerkt, dass sie sich eigentlich in einer Opferrolle eingerichtet haben. Und solange jemand dort ist, kann man ihn nicht zwingen, gesund zu werden. Weder mit Medikamenten noch mit energetischer Heilung oder alternativen Mitteln. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich dagegen entschieden haben, gesund zu sein. Da beisst sich jeder die Zähne aus. Es gibt schier unzählige Aspekte in der Gesundung – man könnte ewig darüber sprechen.
Das stimmt, das ist ein sehr komplexes Thema. Ich drücke es einmal so aus: Hast du ein tägliches Mantra, das dich gesund bleiben lässt? Wenn du aufstehst, wenn du zu Bett gehst oder etwas, das du zwischendurch machst?
Ich bin sicher zweimal am Tag in Trance, weil das mein Steckenpferd ist und ich das auch anderen beibringe. In diesen Trancezuständen siehst du dich als Energie, du fühlst dich. Das ist eine Form der Selbstliebe. Das Gehirn ist dann nur noch Übersetzer, der das Fühlen in Worte packt, und es braucht Zeit, bis diese Realisation da ist. Am Anfang steht das Gefühl – und am Ende ein Wort dafür. Das bedeutet gleichzeitig, dass du das Fühlen ausdehnen kannst, in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft. Und so kreierst du dir eine neue Welt – aus dir selbst heraus. Ich mache das sehr oft, jeden Tag. Mein Mantra ist, dass ich jeden Tag ein Gefühl in mein Leben hole, das vorher vielleicht noch unbekannt oder abwesend war.
Wir haben vorhin über Akzeptanz der eigenen Talente gesprochen und auch über das Hinschauen. Du hast etwas Schönes gesagt: hinschauen – auch in die eigene Dunkelheit. Um es mit Nietzsche zu sagen: Man blickt in den Abgrund, und der Abgrund blickt zurück. Wie hast du das für dich geschafft?
Wirklich gelernt habe ich das, weil ich einen sehr schweren sexuellen Gewaltmissbrauch erlebt habe. Ich bin danach sehr rasch und sehr intensiv in ein Burn-out hineingeschlittert und auch in der Psychiatrie gelandet – das muss ich einfach so sagen –, weil ich mir das Leben nehmen wollte. Meine Mutter hat mich aus dieser Misere herausgeholt, weil ich nicht einmal mehr annähernd klar denken konnte. Ich hatte ein Alkoholproblem, weil ich es nicht mehr ertragen habe, am Leben zu sein. Danach bin ich wieder bei meinen Eltern gelandet. Mit 27. Und ich habe erst einmal nicht mehr gesprochen. Ich glaube, zwei oder drei Monate habe ich mit niemandem geredet. Ich habe mich immer wieder gefragt: Warum? Warum zieht man solche Menschen in sein Leben? Welche Energie habe ich geöffnet, dass so jemand überhaupt zu mir kommen konnte?
Ich hatte alles verloren. Keinen Job mehr, keine Wohnung. Mitten in einer Scheidung, ohne Gesundheit, ohne Geld. Da war nichts mehr da. Ich war wirklich nur ein Häufchen Elend. Und in dieser Verfassung war es mir möglich, meine tiefsten Schatten anzuschauen. Mit der Hilfe einer Psychologin konnte ich mich zurückkämpfen. Ich habe dort Antworten gefunden. Weisst du, wenn man sich so anders fühlt als andere Menschen, glaubt man irgendwann wirklich, man sei nicht ganz dicht. Dadurch öffnet man Energie für solche Menschen möglicherweise auch. Deshalb bin ich da sehr vorsichtig geworden. Das war Selbstverurteilung. Und es hat mich Jahre gekostet, das aufzuarbeiten.
Das ist spannend, was du über diese Stille sagst – fast wie ein Gefangensein, weil man die richtigen Worte nicht findet. Das berührt eines meiner Herzensthemen: dass wir uns darin üben, uns in allen Facetten unserer Emotionen ausdrücken zu können. Als meine Mutter starb, war ich zwei Wochen heiser und konnte nicht sprechen. Viele Menschen riefen an, wollten kondolieren, mit mir reden. Ich hätte so gern über meinen Verlust gesprochen – aber ich konnte nicht einmal flüstern. Das war grausam. Gerade für jemanden, der sein Herz eigentlich auf der Zunge trägt. Aber es hat mich gelehrt zu hören, was meine Stimme ist. Vielleicht gerade, weil man sich inmitten vieler Menschen auch leicht verlieren kann. Deshalb fand ich so spannend, was du gerade erzählt hast – dass du erst wieder Worte finden musstest.
Das Energiesystem spricht manchmal eine sehr deutliche Sprache. Wenn die Stimme ausfällt etwa, dann ist das eigentlich ein sehr klares Signal, nach innen zu gehen, still zu werden – deutlicher geht es fast nicht. Oder wenn der Kopf wehtut: Hör vielleicht einmal auf, dir so viele Gedanken zu machen. Wenn der Bauch wehtut, schlägt dir womöglich etwas auf den Magen. Allein unsere Sprache sagt das ja schon, und man kann das vollständig auch energetisch lesen.
Wie krabbelt man aus so einer Dunkelheit wieder ein Stück ans Licht und schafft es zurück ins Leben? Du hast es ja offensichtlich geschafft.
Ich glaube, es gab nicht den einen Punkt. Aber ein wesentlicher Anfang war: Ich habe begonnen zu schreiben. Dann bin ich mit meiner Mutter und unserem Hund in die Natur gegangen. Anfangs konnte ich nicht allein aus dem Haus gehen. Die frische Luft, die Natur – das hat mir geholfen. Und dann habe ich wieder begonnen, mich zu pflegen. Vieles davon mache ich bis heute. Ich schminke mich immer. Ich öle meinen Körper ein. Ich wasche meine Haare und werde dabei alte Energien los, die ich mit mir herumgetragen habe. Ein weiteres Thema damals war – ich bin ja Österreicherin –, dass der Staat meinte, ich solle mit meiner Krankengeschichte nicht mehr arbeiten, und wollte mich in Pension schicken. Das hat mich wütend gemacht. Aber diese Wut war gut. Und sehr wesentlich.
Weil du sie drehen konntest als Antrieb?
Ja, sie war Antrieb und Motor, wieder aufzustehen. Ich habe begonnen, wieder Sport zu machen, mich um Ernährung gekümmert, damit ich wieder klar denken kann – denn ich hatte auch aufgehört zu essen. Und ich wusste: Ich muss achtsam sein mit mir, damit so etwas nicht mehr mit mir geschehen kann. In diesem Prozess geht es irgendwann nicht mehr nur um die Frage, ob man aus dem Loch herauskommt, sondern auch darum, welche Achtsamkeit man dadurch auch für seine Umwelt entwickelt. Oder ob man nur Tunnelblick hat – auf Ego, Beruf, Geld, Ruhm. Das ist für mich nicht, was Leben heisst. Leben heisst, einen möglichst weiten Blick für sich und andere zu entwickeln. Für Menschlichkeit, Familie, Liebe und Empathie.
Bist du dir heute selbst genug?
Ja, schon. Nicht immer, das muss man auch sagen. Aber ich glaube, das ist auch ein tägliches menschliches Spiel. Gerade in dieser Zeit, in der Energien immer schneller werden, ist jeder Tag fast wie ein Überraschungsei. Sich selbst zu genügen, bedeutet vielleicht auch, jeden Tag ein wenig achtsam zu sein und immer wieder in sich hineinzuhorchen.
Darf ich dich fragen, was du energetisch mit Geld verbindest?
Geld ist für mich nichts anderes als Energie und eine Spielregel des Wertes auf dieser Erde. Wichtig ist nur: Womit bestückst du es? Mit welcher Emotion? Geld ist eine Wertigkeit, die du selbst auflädst. Du kannst sie verurteilen. Oder du sagst: Das ist eine Energie, mit der ich vielen Menschen helfen und etwas aufbauen kann. Ich kann damit auch mir selbst helfen oder meinem Herzensthema dienen. Geld kann ein Ego-Ding sein. Aber Geld kann auch etwas Unterstützendes sein.
Und wieso soll Geld bei dir bleiben, wenn du es nicht magst? Lass uns ein wenig über dein Geschäftsmodell sprechen – und auch über deine Reichweite. Man kann beobachten, dass Inhalte über Tarot, Horoskope bis hin zu weitreichenderen spirituellen Lehren auf sozialen Medien, speziell auf YouTube, sehr gut laufen. Wie beobachtest du diesen Trend?
Hm. Erst einmal – ich mag das Wort Business nicht so gern, weil es für mich mit viel dunkler Energie konnotiert ist. Für mich war am Anfang vielmehr die Frage: Wie kann ich dieses Thema zu mehr Menschen bringen? Und das habe ich ans Universum abgegeben. Ich gebe eigentlich alles ab. Und ich war jemand, der nie wirklich vor Menschen sprechen wollte. Ich habe Einzeltermine gegeben als Medium und Heilerin. Bis Menschen irgendwann sagten: Kannst du uns ausbilden? Dann habe ich das gemacht. Dann kam die Frage nach Ausbildung in Heilung. Ich hatte ursprünglich nur einen Newsletter. Dann ist mir einmal etwas weggebrochen – auch weil ich in der Corona-Zeit ein wenig frech im Netz war. Also bin ich auf YouTube gegangen. Und dann ist das regelrecht losgeschossen. Ich mache keine Werbung, keine Ads. Alles ist organisch und natürlich gewachsen. Und die Community – die ist freiwillig da.
Wenn du Ads schaltest, ist die Community nicht freiwillig da, und diese Menschen gehen oft auch wieder. Ich sage immer: Wenn es einen Kurs oder einen Event gibt, kannst du gern teilnehmen – aber bitte komm nur, wenn du mich magst. Gerade im energetischen Bereich finde ich: Geh nirgendwo hin, wenn du den Vortragenden nicht magst. Jeder Kurs, jeder Event ist bei mir anders, weil ich immer mit der Zeitqualität gehe. Du kannst nicht immer dasselbe machen, das ergibt keinen Sinn. Sonst bleibst du stehen – und auch in deiner Entwicklung stehen.
Und weshalb das ein solcher Trend ist? Ich glaube, viele Menschen wissen nicht, wie sie sich fühlen sollen. Bei den einen läuft die Partnerschaft nicht rund, andere sind krank, wieder andere wollen einfach wieder mehr fühlen. Und über dieses Fühlen kommen viele eher in spirituelle Themen hinein. Ja, das ist ein tiefes Bedürfnis – und das boomt derzeit.

Ist die Sinnsuche im digitalen Raum der richtige Raum, um Sinn zu suchen und zu finden?
Einerseits ja, andererseits nein. Es gibt ein grosses Angebot – aber eben auch viele Fake-Nummern. KI kann sehr täuschen. Menschen werden sensitiver, sie suchen im Netz oft nach Sicherheit, Orientierung und Richtung. Und klar – KI und Robotisierung sind Realität. Aber wir sehen ja auch schon einen Gegentrend: Menschen reden wieder miteinander. Wollen sich offline treffen. Kommen an Events. Sitzen wieder dicht nebeneinander in Gärten. Und diese Gegenbewegung finde ich wunderschön.
Du hast gerade gesagt, Menschen werden sensitiver. Ist das etwas, das du als generellen Trend beobachtest?
Ja, durchaus. Wobei ich auch sehe, dass manches überhandnimmt, weil Menschen schnell spirituell sein oder Sinn schnell verstehen wollen. Und genau das ist verkehrt. Wenn du lernen willst, wie Energie funktioniert, gibt es keine Abkürzungen. Auch keine Drogen, die dich dorthin katapultieren könnten. Jede Sucht stumpft uns ab. Aber weil sich die Welt so schnell dreht und so viel geschieht, merken wir immer deutlicher, dass weder Schokolade noch Alkohol noch andere Drogen das dauerhaft unterdrücken können.
Hast du Tipps für Sinnsuchende? Wie findet man Halt in dieser manchmal so verrückten und schnellen Welt?
Was ich jedem empfehlen kann, sind bereits morgens gewisse energetische Übungen – etwa sich mit den eigenen Chakras zu beschäftigen. Das ist für mich zielführender als Meditation. Denn viele meditieren, um Botschaften abzufragen – und das ist für mich keine Selbstliebe, sondern Egoismus. Was mir ausserdem wichtig scheint: die eigene Herzenergie wahrzunehmen. Sich zu fragen: Wo fühle ich Härte in meinem Leben? Wo fühle ich Herzlichkeit? Allein das unterscheiden zu lernen, kann sehr viel innere Stabilität geben. Es stärkt einen und zeigt auch, dass wir uns nicht von allem ablenken lassen dürfen, was uns nicht unmittelbar betrifft. Wir dürfen uns weder von hohen Spritpreisen noch von anderen Menschen vom eigenen Leben ablenken lassen.
Ich finde wichtig, dass wir in eine neue Form von Harmonie kommen. Als Gesellschaft. Wo es nicht darum geht: Du bist links oder rechts. Weiblich oder männlich. Das interessiert mich nicht mehr. Es geht um Akzeptanz und um eine friedlichere Energie, die uns allen guttäte. Und das ist übrigens nicht esoterisch. Jede und jeder, der einmal verliebt war, weiss doch, dass man eine Nachricht des anderen manchmal spürt, bevor sie da ist. Wenn das möglich ist – was ist dann noch alles möglich? Wer die eigene Energie und die Energie anderer spüren kann, geht sehr gut durchs Leben.

Im September bringt Birgit Fischer Menschen in Zürich zusammen, die sich für Bewusstsein, persönliche Entwicklung und neue Perspektiven auf unsere Zeit interessieren.
Im Zentrum stehen Fragen nach innerer Klarheit, Intuition und einem bewussten Umgang mit Wandel. Ein Raum für Austausch, Reflexion und neue Denkansätze.
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