Wohntraum Ausgeträumt? Was Sie Über den Schweizer Immobilienmarkt Wissen Sollten

Eine Kolumne des Netzwerks Smart Ladies Investment Club 
Fotos: Seline Fankhauser

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LD73 – Mag

Wohneigentum ist nach wie vor der Traum vieler. Die Preisentwicklung von Immobilien in der Schweiz in den letzten Jahren führte jedoch dazu, dass die eigenen vier Wände für viele unerschwinglich geworden sind. Diese Entwicklung beobachtet auch die Nationalbank mit Sorge. Gezielte Massnahmen sollen die Risiken dämpfen. Was sind die Konsequenzen? Wir diskutieren mit Cynthia Bertschinger, Teamleiterin beim Hypothekarspezialisten MyMoneyPark.

Frau Bertschinger, Sie begleiten Kundinnen und Kunden bei der Finanzierung von Wohneigentum. Wie beurteilen Sie den Immobilienmarkt ganz generell?
Cynthia Bertschinger: „Ganz generell“ ist vielfach schon die falsche Frage. Der Immobilienmarkt und insbesondere die Entwicklung einzelner Regionen sind sehr heterogen. Fakt ist: Wir hatten teils enorme Preissteigerungen in sogenannten Hotspots wie der Zürichsee Region, Genf oder in gewissen Tourismusgebieten. Wir beurteilen daher die Situation individuell für den Kunden und das objekt. Vielfach sind Lage und objektqualität viel entscheidender für eine nachhaltige Betrachtung als die generelle Preisentwicklung in der Region. Die Zutaten für eine Immobilienblase sind gemixt. Tiefe Zinsen und eine starke Nachfrage treiben die Preise weiter in die Höhe.

Wie gehen die Banken mit diesen latenten Risiken um?
Die Qualität des objektes und die Bonität des Schuldners sind für eine positive Beurteilung entscheidend. Zudem müssen die Kreditnehmer seit 1.7.2012 mindestens zehn Prozent des Belehnungswertes der Liegenschaft aus Eigenmitteln beibringen, die nicht aus Verpfändung oder Vorbezug von Guthaben der zweiten Säule stammen. Auch die Amortisationsgrundsätze wurden verschärft. Die Banken werden im Weiteren angehalten, künftig das Aktivgeschäft mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. Die Konsequenz ist, dass die Banken restriktiver bei der Kreditvergabe werden und die Kredite sich verteuern. Für den Kunden kann das sehr mühsame Folgen haben.

Wie meinen Sie das?
Jede Bank verfolgt eine eigene Kreditstrategie. Entsprechend differenziert präsentiert sich der Appetit auf Hypotheken, was sich in unterschiedlichen Preisen, Amortisationszahlungen oder auch beim geforderten Eigenmitteleinsatz auswirkt. Die Unterschiede zwischen den offerten sind daher teils enorm.

Wie geht der potenzielle hauskäufer mit dieser neuen Situation um?
Ein Vergleich drängt sich gerade unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen auf. Will man eine aussagekräftige Entscheidungsgrundlage, muss man nicht selten fünf bis sechs Institute anfragen. Nach Vorliegen der offerten fängt aber die Arbeit erst richtig an. Die Produktausgestaltung und die Gebühren können sehr unterschiedlich und intransparent sein. Deshalb ist es wichtig, nicht nur den reinen Zinssatz zu vergleichen, sondern die gesamte Lösung. Wer sich diese Mühe sparen will, soll sich an einen unabhängigen Hypothekarspezialisten wenden.

Wagen Sie eine Prognose für den Immobilienmarkt und die zinsentwicklung?
Die Zeichen für eine weiterhin positive Entwicklung stehen gut. Die Zinsen sind und bleiben wohl noch eine gewisse Weile tief. Die Attraktivität der Schweiz ist unbestritten und entsprechend gross ist der Bevölkerungszustrom. Die erwähnten Massnahmen werden die Nachfrage nur sanft dämpfen. Findet man das passende objekt und hat eine solide finanzielle Basis, dann sollte man sich den Traum erfüllen. «

 

Weiterführende Informationen: MyMoneyPark AG ist ein auf die Beratung und den Vergleich von Hypotheken spezialisiertes Beratungsunternehmen mit dem grössten Anbieternetzwerk der Schweiz. Filialen in Zürich und Basel. www.mymoneypark.ch

 

Veröffentlicht online am 24 Juli, 2013

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