Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne

LadiesDrive.World. Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne

Text: Helvetia Baloise
Bild: SST / Ladies Drive

LadiesDrive.World. Trotz einiger Sorgenfalten blickt die Schweiz zuversichtlich nach vorne
LD – Mag

Ladies Drive No 75
Herbst 2026
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Trotz vieler Sorgen blicken 80 Prozent der Menschen in der Schweiz zuversichtlich auf das kommende Jahr. Halt geben ihnen vor allem Beziehungen, Gesundheit und finanzielle Sicherheit.

Geopolitische Konflikte, Migration, steigende Gesundheits- und Lebenshaltungskosten sowie der Klimawandel und die Altersvorsorge stehen regelmässig zuvorderst in Sorgenbarometern, die der Schweizer Bevölkerung den Puls fühlen. Umso bemerkenswerter ist der Befund einer repräsentativen Umfrage von Sotomo im Auftrag von Helvetia: 80% der Menschen in der Schweiz blicken zuversichtlich auf ihr persönliches nächstes Jahr. Sie schöpfen ihre Zuversicht primär aus zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch aus ihrer Gesundheit, ihrer Resilienz sowie aus der finanziellen Sicherheit. 98% verfolgen konkrete Lebensziele, wie gesund alt zu werden, eine Familie zu gründen oder Wohneigentum zu kaufen, und sind häufig zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen. Sie sehen aber auch Hindernisse: Finanzielle Mittel oder Faktoren wie Gesundheit und Schicksal, die sich nicht beeinflussen lassen, stellen die grössten dar. Männer setzen sich beim Thema Finanzen und Wohneigentum häufiger unter Druck als Frauen. Für Frauen hingegen ist der Druck, berufliche Lebensziele zu erreichen, verbreiteter.


«Studien zu den Sorgen der Schweizer Bevölkerung gibt es viele. Gemeinsam mit Helvetia haben wir den Blickwinkel bewusst umgedreht und wollten wissen, wie es um die Zuversicht der Menschen steht», sagt Michael Hermann von Sotomo zur repräsentativen Befragung von 1’866 erwachsenen Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass 80% der Schweizer Bevölkerung im Alter von über 18 Jahren zuversichtlich auf das persönliche nächste Jahr blicken (Abbildung 1). Dabei spielt das Geschlecht kaum eine Rolle, wohl aber das Alter: Während drei Viertel (76%) der unter 50-Jährigen zuversichtlich auf die nahe Zukunft schauen, sind es bei den über 65-Jährigen 86%. Zudem zeigt sich, dass mit steigendem Einkommen die Zuversicht stärker verbreitet ist. So blicken nur zwei Drittel der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen unter CHF 4’000.00 zuversichtlich aufs nächste Lebensjahr (69%), während der Anteil bei jenen mit einem Äquivalenzeinkommen über CHF 6’000.00 mit 89%deutlich höher liegt. Auch zwischen den Sprachregionen zeigen sich Unterschiede: In der Deutschschweiz blicken 82% zuversichtlich auf das nächste Jahr, in der Romandie sind es 73%.

Insbesondere soziale Beziehungen, aber auch finanzielle Sicherheit geben Zuversicht

Die Bevölkerung schöpft Zuversicht primär aus sozialen Beziehungen: Freundschaften (50%), Partnerschaft (50%) und Familie (49%) werden am häufigsten genannt (Abbildung 2). Doch auch die Gesundheit (49%), das Vertrauen in sich selbst (46%) und die finanzielle Sicherheit (42%) gehören zu den wichtigsten Quellen persönlicher Zuversicht. «Unsere Studie zeigt, dass Zuversicht nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern dort wächst, wo Menschen Halt, Nähe, Ermutigung sowie finanzielle Sicherheit erleben», sagt Markus Bucheli, Head of Marketing & Market Communication Helvetia Schweiz.

Grosse Zuversicht ausser beim gesunden Altern und finanziellem Wohlstand

Fast alle Menschen in der Schweiz haben Lebensziele (98%), die so vielfältig sind wie das Leben selbst (Abbildung 3). An erster Stelle steht der Wunsch, gesund alt zu werden (77%). Dahinter folgen Reisen und Weltreisen (51%), Familie – etwa durch Kinder oder Enkelkinder (48%), die wahre Liebe (47%), Fitness und Sportlichkeit (47%) sowie finanzieller Wohlstand (42%). Aber auch berufliche Erfüllung (39%) und der Traum vom eigenen Zuhause (34%) spielen für viele eine wichtige Rolle.

Die Zuversicht, die eigenen Lebensziele zu erreichen, ist insgesamt hoch – besonders ausgeprägt bei den Themen Familie und Ehe (Abbildung 4). 81% all jener, die sich eine Familie wünschen, glauben daran, dieses Ziel zu erreichen oder haben es bereits verwirklicht. Beim Thema Ehe sind es 79%. Das Wohneigentum (61%) und die berufliche Erfüllung (60%) liegen im Mittelfeld, während beim Thema gesund alt werden (45%) und finanzieller Wohlstand (43%) die Sorgenfalten am grössten sind.

Finanzielle Mittel machen Lebensziele möglich

Fehlende finanzielle Mittel (40%) und Faktoren, die sich nicht beeinflussen lassen (40%), wie Gesundheit und Schicksal, werden als grösste Hindernisse auf dem Weg zur Erreichung der eigenen Lebensziele gesehen (Abbildung 5). 82% der Befragten geben zudem an, dass finanzielle Mittel eine sehr wichtige (29%) oder eher wichtige (53%) Voraussetzung sind, um ihre Lebensziele zu erreichen (Abbildung 6). Je jünger die Befragten sind, desto höher ist der Stellenwert der finanziellen Mittel. So messen 86% der 18 bis 34-Jährigen den finanziellen Mitteln eine sehr wichtige (37%) oder eher wichtige (49%) Rolle für die Erfüllung ihrer Lebensziele bei. Bei den über 65-Jährigen sind es dagegen nur 73%.

Männer beim Thema Finanzen und Eigentum häufiger unter Druck als Frauen

Bei Finanzen und Eigentum verspüren mehr Männer (54%) Druck, die eigenen Lebensziele zu erreichen, als Frauen (46%). Ähnlich häufig setzen sich Männer bei beruflichen Zielen unter Druck (52%). Für Frauen hingegen ist der Druck, Lebensziele im Bereich Beruf (50%) zu erreichen, verbreiteter als im Bereich Finanzen und Eigentum (46%). «Ein beruflicher Neuanfang, eine längere Ausbildungsphase, eine Familie gründen, der Kauf von Wohneigentum oder frühzeitig in Rente zu gehen – das sind Momente, die wir unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen wollen. Dafür betrachten wir Versicherung, Vorsorge, Vermögen und Eigenheim ganzheitlich und zeigen auf, wie sich Lebensziele finanziell erreichen lassen», so Simon Weiner, Leiter Vertriebsverbund & Marktbearbeitung von Helvetia Schweiz.

Über die Umfrage

Die Daten wurden zwischen dem 9. und 18. Juni 2026 erhoben. Für die Auswertung wurden die Angaben von 1’866 Personen berücksichtigt. Die gewichtete Stichprobe ist hinsichtlich zentraler soziodemografischer Merkmale repräsentativ für die Wohnbevölkerung der Schweiz.

Veröffentlicht online am 16 Juli, 2026

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