Roséwein hat ein Imageproblem – ein sehr sonniges. Dabei ist er das klassische Getränk der Terrasse, der Inbegriff von Joie de Vivre unter blauem Himmel und der perfekte Begleiter zum leichten Lunch.
Vom Nebenprodukt zum Lifestyle-Asset
Doch während die Weinwelt Rosé lange als saisonales „Nebenprodukt“ abtat, vollzieht sich in der Branche eine strategische Neuausrichtung. Der neueste Player auf diesem Feld: Night Bloom. Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt die Relevanz des Rosé-Marktes. Seit 2002 steigt die weltweite Produktion von Rosé konstant an. Frankreich, das heute allein rund 30 Prozent der globalen Menge produziert, hat die Kategorie praktisch neu erfunden. Besonders die Provence hat den Shift vom kräftigen Beiprodukt zum hellen, eleganten Premium-Segment gemeistert.
Dieser Erfolg basiert nicht nur auf dem Geschmack, sondern auf exzellentem Zielgruppen-Marketing: Gerade jüngere Konsumenten suchen leichtere Profile, weniger Tannine als im Rotwein und einen modernen Lifestyle-Bezug. Laut Statista stieg zwischen 2002 und 2014 die französische Roséweinproduktion um nahezu 50 Prozent.
Wenn die Nacht den Takt vorgibt
Das Schweizer Familienunternehmen Schenk S.A. geht mit seiner neuesten Lancierung nun einen entscheidenden Schritt weiter und besetzt eine bisher ignorierte Nische: die Zeit nach Sonnenuntergang. Der Name ist Programm, denn die Trauben für den Night Bloom werden ausschliesslich in der Nacht gelesen. Das dient nicht nur der Qualität – kühle Temperaturen bewahren die Frische und Aromatik der Beeren –, sondern dient auch als konsequente Positionierung. Night Bloom will nicht der Wein für den Nachmittags-Apéro sein: Er ist explizit für die Stunden nach dem Sonnenuntergang konzipiert.
Strategisch ist das ein kluger Schachzug. Anstatt mit tausenden anderen Rosés um den Platz im Picknickkorb zu konkurrieren, rückt Night Bloom in das Territorium von Longdrinks und schweren Abendweinen vor. Er bietet eine frische Alternative für die Gastronomie und das Nachtleben.
„Rosé wurde viel zu lange auf Sommer und sonnige Terrassen reduziert“, erklärt Franck Escudier, CMO von Schenk. „Mit Night Bloom brechen wir mit Konventionen. Es ist ein selbstbewusster, zeitgemässer Wein – gemacht für eine Generation, die sich nicht vorschreiben lässt, wann Rosé getrunken werden soll.“

Herkunft aus dem Herzen der Provence
Der Ursprung von Night Bloom liegt in Correns, einem geschichtsträchtigen Weinbauort im Hinterland der Provence. Der Standort ist kein Zufall: Correns gilt als das erste Dorf Frankreichs, das sich bereits vor über 30 Jahren vollständig dem biologischen Landbau verschrieben hat. In enger Zusammenarbeit mit einem dort ansässigen, zertifiziert biologischen Weingut nutzt das Schweizer Familienunternehmen Schenk die jahrzehntelange Erfahrung der lokalen Winzer. Das Zusammenspiel aus den kalkhaltigen Böden der Region und dem konsequenten ökologischen Anbau bildet das Fundament für die beiden Cuvées der Marke.

Fazit: Diversifizierung als Erfolgsrezept
Die Einführung von Night Bloom (als Premium-Herzstück) und dem ergänzenden „Nyx by Night Bloom“ zeigt eine klassische Diversifizierungsstrategie. Es geht darum, eine etablierte Kategorie durch ein neues Narrativ emotional aufzuladen und zeitlich zu entkoppeln.


Wenn Rosé nicht mehr nur „Sommer“ bedeutet, sondern „Lifestyle nach 20 Uhr“, öffnet sich für Produzenten und Handel ein völlig neues Umsatzpotenzial – weit über die Grenzen der Sonnenterrasse hinaus.
Verfügbarkeit & Preise
In der Schweiz ist das Sortiment in ausgewählten Restaurants, Bars sowie im Fachhandel erhältlich:
- Night Bloom: Unverbindliche Preisempfehlung von CHF 19.70.
- Nyx by Night Bloom: Unter anderem bei Aligro verfügbar, unverbindliche Preisempfehlung von CHF 13.20.
Mehr Informationen findet ihr hier: schenk-wine.ch





















