The Female Innovation Forum 2022

Bigger Better Faster Together

Text: Dörte Welti
Fotos: Tomek Gola

Bigger Better Faster Together

Text: Dörte Welti
Fotos: Tomek Gola

Am Female Innovation Forum Vol.5 zog sich ein Thema durch die Veranstaltung. Egal ob Impulsvorträge oder Subjects der Gründerinnen & Start-ups, die für die Workshops eingeladen wurden: die Zukunft unseres Planeten.

The Female Innovation Forum 2022Das 5. Female Innovation Forum 2022 mit noch mehr Awards
Das Female Innovation Forum Vol.5 durfte, wie schon die Jahre zuvor, im BMW Group Brand Experience Center in Dielsdorf stattfinden. Ein Thema zog sich durch die Veranstaltung, egal ob Impulsvorträge oder Subjects der Gründerinnen & Start-ups, die für die Workshops eingeladen wurden: die Zukunft unseres Planeten. 

Frauen erwünscht
Die erste Keynote-Speakerin Simone Riedel Riley ist Leiterin der Geschäftsstelle Technologiefonds bei Emerald Technology Ventures (www.emerald-ventures.com) und hat schon 2014 den Technologiefonds aufgebaut. Ihr dringender Appell: „Schickt uns die frauengeführten Firmen, damit wir sie unterstützen können!“ Das tun wir natürlich gerne, denn es braucht neue Ideen. 

Effizienz durch Autonomie
Solche wie die von Lara Amini zum Beispiel, der zweiten Keynote-Speakerin. Lara ist Head of Business Development und Co-Founder von Loxo. Es ist die letzte Meile, die sie umtreibt, die Warenlieferung im urbanen Raum und generell das „tote Blech“, also Autos, die den ganzen Tag ungenutzt herumstehen. Loxo entwickelt ein autonomes Fahrzeug für diese letzte Meile – ein Auto gibt es schon, Loxomy (www.loxo.app), in der Schweiz produziert, mit Solarenergie betrieben, aktuell ist dies aber noch in der Zertifizierungsphase.

Offene Türen
Die dritte Keynote hielt Stephanie Sievers, Head of Marketing Europe bei Philips. Stephanie Sievers fragte uns, wie es wohl wäre, wenn wir nicht ins Spital müssten im Fall der Fälle, sondern das Spital zu uns käme? Die Pflegekosten steigen, es gibt zu wenig Staff (wie in allen anderen Branchen auch), aber wenn man künstliche Intelligenz über die gesamte Logistikkette eines Spitals einsetzen würde, gäbe es für die Zukunft völlig neue Lösungen (www.philips.ch).

The Female Innovation Forum 2022

Bitte Beratung!
Nach einer Networking-Pause wurde es Zeit für die fünf weiblichen Founder, ihren kurzen Pitch abzuhalten und für Teilnahme an ihren Workshops zu weibeln, um Inputs zur Lösung ihrer jeweils zwei drängendsten Fragen zu bekommen. „Wisdom of the crowd“ nannte es Dipl.-Ing. Anne Richter, und die erhielt sie in Form von Tipps, wie sie für ihre Proteinsnacks Knecker (www.knecker.net) stärker auf ihre Zielgruppe fokussieren kann und ihre Verpackung anpassen sollte.

Halla Sigurthorsdottir, Founder von Aiving (www.venturekick.ch/Aiving), einer tragbaren Technologielösung für die Trainingsanalyse im Eiskunstlauf, nahm aus dem Workshop mit, dass sie dringend Hilfe beim Fundraising braucht, weil Fundraising ein Fulltimejob ist. Bei ihr war im Workshop am deutlichsten zu spüren, was #womensupportingwomen wirklich bedeuten kann, denn sie wurde mit Angeboten, Kontaktlisten und direkten Mailingadressen geradezu überschüttet.

Ihre Kommunikationsstrategie neu andenken wollen auch Claire Meuwly und Larina Laube. Die Founder von Now Care Pflegeprodukte bieten Pulver an, die man in Wasser auflöst (statt fertiger Shampoos und Flüssigseifen in umweltbelastenden Plastikcontainern). Den beiden Gründerinnen wurde dank Inputs der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bewusst, dass sie mehr herausfinden müssen, was die Kundinnen und Kunden wirklich wollen, und dass sie dafür emotionaler werden sollten (www.nowcare.ch).

Eines der revolutionärsten Founder-Topics kam mit Dr. Fajer Mushtaq. Sie gründete 2020 das Deep-Tech-Start-up Oxyle (www.oxyle.ch) und hat einen – vereinfacht erklärt – Katalysator entwickelt, der giftige Verunreinigungen aus dem Wasser eliminiert. Fajer war geflasht von der interaktiven Workshop-Session, die ergab, dass sie mehr die sozialen Medien nutzen sollte, um die Endverbraucherinnen und Endverbraucher auf die Notwendigkeit von Oxyle aufmerksam zu machen, dass sie verstärkt mit NGOs arbeiten sollte, die im Thema sauberes Wasser unterwegs sind.

Dr. Francine Lorenz ist CEO und Co-Founder von Simply Health (www.symply-health.ch). Für ihre intelligenten E-Tools, die zur unabhängigen Selbstmedikation befähigen sollen, nahm sie aus dem Workshop mit, dass sie viel proaktiver auf ihre zukünftige Community zugehen muss. Und dass sie für die Finanzierung dahin gehen sollte, wo das Geld sitzt, nämlich zu den Pharma-Leagues und Patienten­organisationen.

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Die Award Night
Zu schnell ging die Zeit vorüber, die Luft vibrierte von Kreativität und Ideen, während Claudia Nerger, Leiterin Personal-, Führungsentwicklung und Nachwuchssicherung der BMW Group, die Award Night Keynote hielt. Sie vermittelte den Gästen deutlich, was das Innovationsverständnis von Gastgeber BMW ist und warum wir jetzt so unbedingt auf Kompetenz angewiesen sind, etwas, was sie selbst bei der BMW Group entschlossen verfolgt.

Social Innovator of the Year
Wir konnten in diesem Jahr ganze sechs Awards verteilen! Helena Trachsel, Leiterin Fachstelle Gleichstellung des Kantons Zürich, vergab diesen wunderbaren Preis für die Social Innovator of the Year an Claudine-Sachi Münger, die ihren Gewinn mit dem wohl emotionalsten Tränenausbruch des Abends versah. Ihr Award beinhaltet, ein ganzes Jahr von Starköchin Tanja Grandits begleitet werden zu können. Claudine-Sachi betreibt die tanneschaffhausen (www.tanneschaffhausen.ch), eine Weinstube plus Laden, Büros und mobile Studios mit Herz, die viel mehr sind: In der tanneschaffhausen arbeiten Heroes, die sich von ihrer Behinderung nicht einschränken lassen.

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Digital Innovator Award
Der Digital Innovator Award 2022 ging an Petra Marty von netpathie.net (www.netpathie.net). Er wurde überreicht von den Female Innovation Forum-Partnern Logitech und DQ Solutions. Petra Marty wird sich unter anderem ein Jahr lang von Dataquest-GL-Mitglied Dave Gleixner coachen lassen können und darf auf den Kundenstamm von DQ Solutions zurückgreifen. Netpathie betreibt Aufklärung und schult digitales Bewusstsein bei Kindern und Jugendlichen und will dafür sorgen, dass die virtuelle Welt für sie ein sicherer Ort ist.

Diversity & Inclusion Award
In Kooperation mit der Swisscom konnten wir den Diversity & Inclusion Award zum allerersten Mal vergeben. Tina Willibald, Head of Portfolio Development & Partnerships bei der Swisscom, übergab den Award, der mit einem Jahr Mentoring von Swisscom-Konzernleitungsmitglied und -CDO Roger Wüthrich-Hasenböhler gekoppelt ist, an Johanna Seliger. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin von Diversify (www.diversify.ch), die Firmen helfen wollen, das Thema Diversity & Inclusion umzusetzen.

Newcomer Award
Gemeinsam mit Xiao Jean XJ Chen (Founder von VenturePole, ­www.­venturePole.com) vergab das FIF erstmals einen Newcomer Award. Das Rennen machte Cristina Rossi von b-rayz (www.b-rayz.ch), die mit künstlicher Intelligenz die Qualität der Mammografie verbessern kann.

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Recognition Award

Die beiden Hauptkategorien, der Recognition Award und der Award Female Innovator of the Year, krönten den fulminanten Tag würdigst. Den Recognition Award, der Gründerinnen verliehen wird, die mit ihrem Handeln zur nachhaltigen Stärkung der Schweizer Wirtschaft beitragen, durften wir mit Kurz Schmuck & Uhren präsentieren. Nominiert waren Penny Schiffer für Raized (www.raized.ai), Nathalie Moral für ClimaNow (www.climanow.ch) und Judith Häberli für Urban Connect (www.urban-connect.ch). Den Award überreichte Doris Mancari, CEO von Kurz Schmuck & Uhren, an Nathalie Moral. „Es ist das einzig Richtige, solche Start-ups zu unterstützen“, befand Doris Mancari und überreichte der Gewinnerin nicht nur eine der begehrten Trophäen (die übrigens die Künstlerin Gabriela Brunner kreierte), sondern auch einen wunderschönen Diamanten, den der Schweizer Luxusjuwelier Chopard gestiftet hat. On top darf Nathalie Moral ein Jahr lang vom Mentoring von Doris Mancari persönlich profitieren.

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Innovator of the Year
Den Preis als Innovator of the Year trug eine uns schon länger bekannte Gründerin nach Hause: Dr. Stefanie Flückiger-Mangual. Sie ist CEO und Gründerin von Tolremo Therapeutics AG (www.tolremo.com). Vielleicht hat das kollektive Daumendrücken für die Wissenschaftlerin geholfen: Sie konnte in den vergangenen Monaten die Wirksamkeit ihrer innovativen Methode, Tumore auf lokaler Ebene besser zu verstehen, nachweisen und ist dran, Medizin zu entwickeln, die verhindern soll, dass eine Krebstherapie nicht anschlägt. Der Award wurde ihr in Zusammenarbeit mit unserem Hauptpartner BMW überreicht, der der Gewinnerin zusätzlich zum Award einen BMW ix für ein ganzes Jahr zur Verfügung stellt. Und auch Stefanie Flückiger-Mangual kann von einem einjährigen Mentor-Programm profitieren: BMW-Marketingdirektorin Melanie Reinwald höchstpersönlich wird sich der jungen Unternehmerin annehmen. Nominiert für den Award Innovator of the Year waren neben Dr. Stefanie Flückiger-Mangual noch Anastasia Hoffmann und Naomi McKenzy von Kitro (www.kitro.ch) sowie Dr. Paulina Grnarova, die die Legaltech-Plattform Deepjudge (www. deepjudge.ai) entwickelt hat.

Bigger Better Faster Together
Durch den gesamten Tag führte mit sehr viel Elan, Fröhlichkeit und Kompetenz die Referentin, Moderatorin, Unternehmerin und Verwaltungsrätin Sunnie J. Groeneveld. Und last but not least möchten wir hier nochmals eindrücklich die Intention von Sandra-Stella Triebl, Gründerin des inzwischen über die Grenzen der Schweiz hinaus wirkenden Swiss Ladies Drive-Universums, unterstreichen: „Tragt die Ideen weiter. Fragt, wie ihr helfen könnt. Make Ideas Bigger Better Faster Together!“

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