Self-healing – Katrin Sorgenfrey

Idee & Realisation: Sandra-Stella Triebl
Foto: Tomek Gola / www.gola.pro
Make-up: Schminkbar Zürich, Melani Cetrangolo
Ein Danke an das Team vom Hotel Alex Lake Thalwil, Zürich, fürs Zur-Verfügung-Stellen der Location

Ladies Drive Magazine - Katrin Sorgenfrey
Ladies Drive Magazine
Katrin Sorgenfrey portraitiert und interviewt zum Thema "Self-healing" in der Ausgabe No 55 (Herbst 2021).

Katrin Sorgenfrey

Ladies Drive Magazine - Katrin Sorgenfrey
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Heilpraktikerin in Hamburg.
Seit 2019 ermutigt sie Frauen, rauszuhüpfen aus Problemzonen und Konkurrenzdenken.
Liftings für das Selbstwertgefühl. Das brauchen wir mehr als eine perfekte Fassade.

www.katrin-sorgenfrey.de
www.facebook.com/kleopatra2021
www.linkedin.com/in/katrin-sorgenfrey-662920207/

LOVE RESSOURCES

Wenn Self-healing einen Duft hätte, dann jenen einer Rose am frühen Sommermorgen.

Widerstand gegen Fremdbestimmung und gleichzeitige Angst. So habe ich es empfunden.
Was ist richtig und was ist falsch?
Was ist gut und was ist böse?
Gehöre ich zu den „Duckmäusern“ oder zu den „Rebellen“?
Da waren die, die sofort alles so gemacht haben, wie „man“ es von „oben“ diktierte. Die sich nur auf die öffentlich-rechtlichen Fernsehsanstalten bezogen, und da waren die, die sich an denen orientierten, deren Kanäle gesperrt wurden. Die aufstanden, um denen „da oben“ all die Missstände und Versäumnisse um die Ohren zu hauen.
Ich geriet in Extreme, die auch in mir manchmal toben – ich war sehr dankbar, dass ich Menschen hatte, mit denen ich meine inneren Kämpfe reflektieren konnte.
Ich habe einige Jahre beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet. Die Angstmacherei in den Medien gefiel mir nie – deshalb bin ich dort auch weggegangen. Die Berichterstattung habe ich nicht als konstruktiv empfunden – obwohl wir wissen, wie machtvoll Informationen in unserem digitalen Leben sind.
Seit einigen Jahren begleite ich Frauen dabei, wie sie sich ihren inneren Raum zurückerobern, besinnen und ein gesundes Selbstbild entwickeln. Dieser Berufszweig ist in keinem Verzeichnis aufgeführt oder gesellschaftlich implementiert.
Immer wieder werden Gesetze diskutiert, den Beruf der Heilpraktiker abzuerkennen.
Dabei ist es in diesen Zeiten wichtiger denn je, seinen Körper zu kennen und gut für ihn zu sorgen.
HUMAN LOVE RESSOURCES – das wäre für mich eine Branche der Zukunft. Menschen, die anderen Menschen Sinneskompetenz und Liebesfähigkeit beibringen, denn auf Beziehungen baut alles auf.
Ich kann es lieben, Probleme zu lösen, mein Team zu motivieren und mich weiterzuentwickeln.
So wie ich meine Kinder liebe, meinen Partner, Freundinnen und … Gott. Ja. Immer, wenn nichts mehr ging, hab ich meine Ängste und Fragen abgegeben. Es waren und sind so viele betroffen von der Weltlage – da litt ich oft mit. In meiner Heilpraxis verwende ich ätherische Öle, um mich mental, seelisch und körperlich zu stärken. Die Rückverbindung zur Natur ist mein bestes Heilmittel. Gerade jetzt in dieser weltumspannenden Krise braucht es unser ganzes Mitgefühl und inneren Frieden. Für uns selbst und andere. Wenn die eine nicht mehr kann, springt die andere ein. Und umgekehrt. Heute nennen wir das Kollaboration. Was sollten die Leaderinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – und wir alle – tun, um wieder verbindend statt trennend zu agieren?
In den Medien sollten wir vermehrt auf eine bewusste Sprache und eine gewaltfreie Kommunikation achten. Und bei den Werbeversprechen von Lebensmitteln und
Kosmetik plädiere ich für mehr Kontrolle durch die Zulassungsstellen – so von wegen eine „Extraportion Milch“ oder „Anti-Cellulite“. Die Sprache ist nicht nur Teil unserer Kultur, sondern ein Ausdruck und Abbild davon – sie beeinflusst uns, und so sollten wir unsere Worte künftig weise wählen: bewusster als vielleicht zuvor schon.
In der Politik wünsche ich mir mehr Unabhängigkeit von den Grosskonzernen, mehr Transparenz, dass wir einen konstruktiven Dialog über die Möglichkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens führen können. Und für unsere Kinder wünsche ich mir, dass das Lernen wieder spielerisch und freudvoll gestaltet werden darf. Unsere Kinder haben durch die Pandemie auch ein Stück ihrer Leichtigkeit verloren. Das darf uns nicht egal sein. Nicht zuletzt ist die Politik aufgefordert, Kulturschaffenden mehr Stellenwert zu geben. Kultur ist kein „nice to have“ – das sieht man überall da, wo Kultur durch eine Diktatur oder einen Krieg verloren ging.
Die Unternehmen und die Führungsriege sind nun aufgefordert, mehr Ko-Kreation und Gemeinschaftssinn statt Konkurrenz zu insentivieren und allzu verflochtene Hierarchiestufen abzubauen, um nicht zuletzt auch eine Chancengleichheit für alle zu haben, sodass sich jede und jeder gemäss ihren oder seinen Fähigkeiten und natürlichen Kompetenzen einbringen kann.
Darüber hinaus sollten die Unternehmen darüber nachdenken, nachhaltiger, regionaler und biologischer zu produzieren.
Last but not least liegt die Gesundheitsvorsorge in unseren eigenen Händen. Und es wäre ein grosser Gewinn, wenn wir als Gesellschaft die Grundpfeiler Ernährung, Bewegung, Begegnung und Zuwendung unseren Kindern vorleben und sie dazu anleiten, eine Welt zu kreieren, die lebenswert ist und in der alle gerne zu Hause sind. Das funktioniert nur, indem wir über genau diese Dinge offen sprechen – ohne zu verurteilen und unter Einbeziehung öffentlicher Einrichtungen und privater Unternehmen. Es geht in Zukunft nur noch: gemeinsam.

Veröffentlicht am März 02, 2023

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