BLANCPAIN

Ein Platingehäuse. 85 Diamanten. Jugendstil-Ambiance in einer rechteckigen Form. Blancpain widmet diese besondere Uhr einer Frau, die bis heute fasziniert. Am 1. Juni wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden; am 5. August 1962 wurde sie tot in ihrem Haus aufgefunden.
Sie trug bei mehreren öffentlichen Anlässen ihre Blancpain-Cocktailuhr, eine ultrafeine, schmale Schmuckuhr – wahrscheinlich ein Geschenk, denn die Schauspielerin war nicht dafür bekannt, selbst in grossem Stil Schmuck zu kaufen.

Angelehnt an das Modell aus den 1940er-Jahren hat Blancpain eine Ladybird Tribute zu Ehren Marilyn Monroes aufgelegt. Es gibt sie nur sieben Mal: für jeden Buchstaben ihres Vornamens eine Uhr, jeweils mit entsprechender Gravur auf der Gehäuserückseite. Sieben Uhren, sieben Farben (im Bild: Peach Bud mit einem M). Das Original tauchte 2016 bei einer Auktion auf und wurde von Blancpain zurückgekauft.
CHF 41'000.00
blancpain.com
H. MOSER & CIE.
Die Schaffhauser Uhrenmarke ist noch wenig bekannt und produziert unbestätigten Quellen zufolge rund 4'000 Uhren pro Jahr. Dabei existiert die Manufaktur bereits seit 1828, als der Uhrmacher Heinrich Moser sie gründete. Derzeit gibt die Marke Gas: Eine neue Fabrik soll Kapazitäten für bis zu 10'000 Uhren jährlich schaffen. Zudem kooperiert H.

Moser & Cie. mit dem BWT Alpine Formula One Team, dessen pinkfarbene Boliden auffallen. Passend dazu erscheint eine Edition in einem kräftigen Pink. Die Streamliner Alpine Drivers ist ein Flyback-Chronograph aus Stahl mit Kautschukarmband und die erste Skelettuhr der Marke: Erstmals in 198 Jahren ist das Uhrwerk sichtbar. Limitiert auf 50 Stück.
CHF 59'000.00
h-moser.com
CARTIER

Das Love Bracelet ist zu einem Schmuckklassiker geworden. Charakteristisch für das 1969 erstmals präsentierte Design von Aldo Cipullo sind die sichtbaren, tatsächlich funktionalen Schrauben im schnörkellosen Armreif. Zum Kauf des Armreifs gehört ein kleiner Schraubenzieher für die Verschlussschraube.
Über die Jahre ergänzte Cartier die Linie um zahlreiche Variationen und Neuauflagen des Originals. In diesem Jahr erschien eine Capsule Collection mit farbigen Diamanten und Edelsteinen auf dem Reif und anstelle der Schrauben. Jeder Love-Armreif ist ein Statement-Piece, das nie aus der Mode kommt.
Ab CHF 16'900.00
cartier.com
PIAGET
Im letzten Heft haben wir Cocktailringe vorgestellt und gedacht, das sei vielleicht nur ein Retromoment, ein kurzer Trend. Weit gefehlt. Die neue Saison bringt eine grosse Auswahl wunderschöner Ringe mit imposanten Steinen und Schmuckelementen. Erstaunlich ist auch: In Zeiten, in denen uns nicht immer zum Strahlen zumute ist, explodieren die Farben in der Schmuckwelt – als wollten Ringe, Armreife, Ketten und Ohrringe mit aller Macht dunklen Gedanken trotzen.


Die Cocktailringe von Piaget schaffen das zweifelsohne. Sie bestehen aus Rosé- oder Weissgold und sind mit Edel- und Schmucksteinen besetzt. Citrin, Karneol, Spessartin, Amethyst, Peridot und Aquamarin geben sich mit Brillanten ein Stelldichein. Speziell: Der Ring besteht aus zwei Teilen, die sich auch separat tragen lassen.
Roségold: CHF 16'400.00
Weissgold: CHF 31'800.00
Ganz grosser Ring: CHF 67'000.00
piaget.com
OLE LYNGGAARD

Die Schmuckkreationen des dänischen Goldschmieds und Designers Ole Lynggaard sind von der Natur inspiriert. Die gleichnamige Marke begeistert seit Jahrzehnten mit feinen Tiermotiven, organischen Formen und skulpturalen Statement-Pieces. Zu den Klassikern gehört der Elefantenanhänger aus 18-karätigem Gold und Diamanten, dessen Rüssel zugleich als Verschluss dient. Nachdem wir bereits über Charlotte Lynggaard, Creative Director des Hauses, berichtet haben, rückt nun die nächste Generation in den Fokus: ihre Tochter Sofia Lynggaard Normann, Enkelin des Gründers.
Mit ihrer Kollektion Bird Family erzählt sie eine persönliche Geschichte. Die filigranen Anhänger stehen für Mut, Freiheit und Zusammenhalt. Inspiriert von der Symbolik der Vögel und ihrer Erfahrung als junge Mutter, übersetzt Sofia Werte wie Familie, Gemeinschaft und Fürsorge in zeitlose Schmuckstücke voller Leichtigkeit.
Love Collier aus 18-karätigem Gold: ab CHF 1'600.00
olelynggaard.com
IWC
Vor 20 Jahren versuchte die Schaffhauser Uhrenmanufaktur, sich mit Schenkelklopfer-Sprüchen wie „Fast so kompliziert wie eine Frau. Nur pünktlicher.“ als Männeruhrenmarke zu positionieren. Das ging daneben; die Kampagnen wurden eingestellt. IWC hat verstanden, dass Frauen technikaffin sind und Uhren – wie Autos – nicht nur kaufen, weil sie hübsch aussehen. Starke Frauen tragen starke Uhren, gerne mit 35-mm-Zifferblatt.

Die Ingenieur Automatic ist so ein Fall: 1976 von Gérald Genta entworfen (siehe Gerald Charles), ist sie ein puristisches Beispiel für Uhreningenieurskunst und wurde in 50 Jahren vielfach variiert. Die aktuelle Version trägt ein Zifferblatt in der Farbe „Pool“ – Sommer das ganze Jahr. Neben ausgeklügelter Technik eben doch ein schönes Stück.
CHF 10'500.00
iwc.com
GERALD CHARLES

Das unabhängige Uhrenunternehmen wurde 2000 von Gérald Charles Genta in Genf gegründet. Jahrelang hatte er Uhren wie die Nautilus für Patek Philippe oder die Royal Oak für Audemars Piguet designt. Nun wollte er mit einem eigenen Maison seine Ideen verwirklichen. Bald übergab Genta die Geschäfte an die Familie Ziviani; 2011 verstarb er.
In Erinnerung an die Errungenschaften des Gründers kam dieses Jahr die Mini Maestro auf den Markt. Galt die Marke bisher eher als Geheimtipp für Liebhaber, sieht man die Mini Maestro mit Titangehäuse und Quarzantrieb nun an immer mehr Handgelenken.
CHF 10'000.00
geraldcharles.com
YAN JIANG
Wir durften die feinsinnige Schmuckdesignerin Yan Jiang an einem Presseanlass kennenlernen. Sie ist zurückhaltend und macht aus ihren Kreationen kein grosses Gewese. Dabei präsentiert sie erstaunliche Stücke. Die Melting Bubble-Ringe entstanden aus Experimenten mit Luftpolsterfolie – jener Folie, bei der sich Blase um Blase zerdrücken lässt. Eine meditative Handlung, wenn Sie verstehen.

Yan stammt aus China und gründete ihr Label kurz vor der Corona-Pandemie. Ihr Studio liegt in Kilchberg am Zürichsee; wir wollen sie bald besuchen. Sie scheint ein ausgeprägtes Gefühl für Perfektion zu haben. Vielleicht stammt es aus ihrer Arbeit in der Luxusgüterbranche, vielleicht ist es einfach sie selbst. Wir werden es herausfinden.
Ringe: CHF 3'600.00 bis CHF 11'780.00
yanjiangstudio.com













