Die globale Modeindustrie produziert heute so viel Kleidung wie nie zuvor. Schweizerinnen und Schweizer kaufen durchschnittlich 60 Kleidungsstücke pro Jahr – also mehr als eines pro Woche. Gleichzeitig berichtet SRF, dass ein erheblicher Teil der aussortierten Kleidung in Sammelcontainern landet, obwohl viele Textilien aufgrund ihres Zustands nicht mehr weiterverwendet werden können.
Fast Fashion hat den Konsum beschleunigt, Kollektionen werden im Wochentakt erneuert. Die Folgen sind bekannt: ein enormer Verbrauch von Wasser, Energie und Rohstoffen, wachsende Textilberge und oftmals problematische Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten. Gleichzeitig landen viele Kleidungsstücke bereits nach wenigen Einsätzen im Schrank oder im Abfall.
ECOALF ist eines der Unternehmen, das genau diesem Problem entgegenwirken möchte.

ECOALF – nachhaltige Mode aus Abfall
Als Javier Goyeneche 2009 ECOALF gründete, verfolgte er eine ebenso einfache wie ambitionierte Idee: Mode sollte nicht länger auf dem Verbrauch neuer Ressourcen basieren, sondern auf Materialien, die bereits existieren. Aus recycelten Plastikflaschen, Fischernetzen, Baumwollresten und anderen Abfallmaterialien entstehen seither hochwertige Textilien und Accessoires, die zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln kein Widerspruch sein müssen.
Aus dem spanischen Start-up entwickelte sich innerhalb weniger Jahre eine international erfolgreiche Marke, die heute in rund 50 Ländern präsent ist. Die Stores von ECOALF – von Madrid und Barcelona über Biarritz, Mailand und San Sebastián bis nach Tokio – verstehen sich nicht nur als Verkaufsflächen, sondern auch als Orte der Sensibilisierung und Bildung.
Parallel dazu gründete Javier Goyeneche 2015 die ECOALF Foundation. Mit Initiativen wie „Upcycling the Ocean“ trägt sie dazu bei, Meeresabfälle aus dem Mittelmeer zu bergen und dem Recyclingkreislauf zuzuführen. Mehr als 4’000 Fischer und über 1’000 Boote beteiligen sich inzwischen an dem Projekt.

Der Leitgedanke der Marke spiegelt sich auch im Unternehmensclaim „Because There Is No Planet B“ wider. Der für Bekleidung markenrechtlich geschützte Slogan ist längst untrennbar mit ECOALF verbunden und bringt die Mission des Unternehmens auf den Punkt.
Neue Denim-Kollektion
Die Herstellung konventioneller Jeans gilt aufgrund des hohen Wasserverbrauchs sowie des Einsatzes von Chemikalien im Färbe- und Veredelungsprozess als grosse Umweltbelastung. ECOALF hat sich diesem Problem ebenfalls angenommen und präsentiert mit „Denim for the Planet“ eine ressourcenschonende Denim-Linie.
Die Jeans bestehen aus 65 Prozent regenerativer und 35 Prozent recycelter Baumwolle und sind so konzipiert, dass sie vollständig recycelbar sind. Laut ECOALF spart eine Jeans rund 80 Prozent Wasser im Vergleich zu konventionellem Denim – konkret etwa 5’434 Liter pro Hose. Zusätzlich kommen innovative Färbe- und Finish-Technologien zum Einsatz, die den Verbrauch von Chemikalien, Energie und Wasser deutlich reduzieren.
„Make Planet Earth Great Again“
Auch mit seinen Marketingkampagnen sorgt die Marke regelmässig für Aufmerksamkeit. Zum Earth Month im April 2026 lancierte die Marke die Kampagne „Make Planet Earth Great Again“ – eine provokative Neuinterpretation des bekannten politischen Slogans „Make America Great Again“.

Herzstück der Aktion war ein riesiges Plakat mitten in Madrid, das den Claim prominent in Szene setzte. Begleitet wurde die Kampagne von der Lancierung einer zirkulären Accessoire-Kollektion.

Zeitlose Pieces statt schneller Trends
ECOALF setzt auf eine Garderobe mit Bestand. Das Sortiment umfasst Schuhe, Jacken, Hosen, Jeans, Hemden und Accessoires in natürlichen Farben und klaren Linien. Die Designs sind zeitlos, minimalistisch und vielseitig kombinierbar.
In der Schweiz ist ECOALF vorwiegend über ausgewählte Retailpartner sowie den eigenen Onlineshop erhältlich.
Wer mehr über die Geschichte, Philosophie und Projekte der Marke erfahren möchte, findet weitere Informationen unter:






































