

DER C4 PICASSO HAT DIäT GEMACHT! IN BESTER SLIM-FAST-MANIER SPECKTE DER VAN 140KG GEWICHT AB. KLINGT JA ALLES ABGEFAHREN. UND: HABEN WIR DIE TESTFAHRT IM C4 BEREUT? – MAIS, NON!
Ob ein Auto ein Specki ist oder nicht, weiss man als laienhafter Endkonsument und Mensch ohne Benzin im Blut ja eher nicht so genau. Aber als bewusster Konsument fragt man sich schon: Wieso geht das plötzlich, einen Van gleich 140 Kilo leichter zu bauen? – Anyway: Es wirkt sich positiv auf Verbrauch und Umwelt aus und so solls ja sein.
DESIGN
Am Heck fallen die Leuchten in 3D-Optik auf – und von vorn grinst uns der C4 mit spitzer Schnute an. Denn die Linie der Motorhaube ergiesst sich gekonnt im Citroën-Logo – selten ist ein Firmenlogo so fliessend ins Design integriert wie in diesem Falle. Als Design-Fans können wir uns über diese Linienführung absolut begeistern.
INTERIOR
Designer und Marketing-Wortkreateure erfinden ja immer irgendwelche besonderen Beschreibungen. Hier beim C4 heisst das Modewort: Loft-Style. Genau! Das Interieur soll uns das Feeling und den Style eines Lofts vermitteln. Uneingeschränktheit, Offenheit und kein Entrinnen, wenn der Ehegatte die x-te Folge „Two and a Half Men“ anschaut. Pardon! Das war wohl nicht die Assoziation, die man bei Citroën hervorrufen wollte, wenn man von „Loft“ spricht.
Aber zurück zum C4: Im Innenraum wirkt alles wahrlich luftig (loftig), aber mit einem süssen Retrotouch, den wir im Gangwählhebel am Lenkrad ausmachen. Dies bedeutet gleichzeitig: viel Platz zwischen den Sitzen und somit mehr Ablage- und Staubereiche (die wir hier reichlich finden). Die Wipptasten sind hier weniger da, um Ihnen ein sportliches Formel-1-Feeling zu bescheren, sondern um die Gänge dennoch einzeln rauf- und runterschalten zu können. Ansonsten ist das Interieur futuristisch-asymmetrisch gezeich net – die Plastikoberflächen sind mit unregelmässigen Rautenmustern übersät, sodass fast das Gefühl eines Leder- Looks aufkommt. Ansonsten gibt’s viele Tasten mit Touchscreen – das kennt sogar die Hausfrau vom Ceranfeld-Bedienen und stellt also keine Bedienhürde dar.
FEELING
Na, klein ist anders! Wer Panik vor Grösse hat, sollte lieber nen Kleinwagen fahren. Damit man dennoch den vollen Überblick und die totale Kontrolle behält, gibt es in unserem Testwagen nicht nur eine Rückfahrkamera, sondern eine, wo man sich in Raumschiff-Manier auch von oben betrachten kann – das ist nicht nur aussergewöhnlich, sondern praktisch und verleiht ein Gefühl von Sicherheit. Abgesehen davon mögen wir den aktiven Geschwindigkeitsregler - nicht nur auf langen Fahrten einfach eine entspannte Geschichte. Und das Fahrgefühl? – Weich und sanft irgendwie. Böse Zungen würden vielleicht schwammig und zu wenig sportlich sagen. Natürlich ist der C4 in dieser Motorisierung keine Ausgeburt an Dynamik – uns hat’s gereicht und so genossen wir das erstaunlich leichte Fahrgefühl beim „Promenieren“.
PRAKTIKABILITÄT
Genau hier kann der C4 natürlich punkten – denn wer viel Platz braucht, der ist mit einem Van wie diesem bestens bedient. Die Sitze lassen sich im Fond einzeln umlegen und selbst der Beifahrersitz legt sich perfekt flach – sollte man mal etwas Längeres transportieren müssen. Nur ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Was wir übrigens auch praktisch und angenehm finden: Sie parken und stellen das Auto, egal in welchem Gang Sie gerade unterwegs waren, einfach ab – das normalerweise bei Automatikgetrieben benötigte Schalten auf „P“ entfällt – und die Parkbremse nimmt selbstständig den Betrieb auf.
SEXYNESS
Vans sind ja nur begrenzt sexy. Aber heute muss ja irgendwie alles sexy sein, nicht wahr? Nun, der C4 hat in der Tat was. Und das liegt nicht nur an den schönen Pressefotos.
ETWAS FÜR FRAUEN?
Jep! Punkt.
FAZIT
Wir haben den C4 Picasso lieben gelernt wie das Dschungel-Camp auf RTL oder schweren Rotwein. Dieses Auto ist etwas für all jene, die mobile Freiheit schätzen und ein ausgiebiges, multifunktionsfähiges Platzangebot. Dann gibt es nichts zu bereuen! Abgesehen davon ist der C4 ja ein kleines Spargenie. So schont man die Umwelt – sowie das Benzinbudget und hat somit mehr für anderes! Und dieses freiwerdende Budget wird von uns Frauen ja meist gekonnt reinvestiert, damit die Wirtschaft wieder so richtig angekurbelt wird. N’est-ce-pas?
Veröffentlicht online am 3 Nov., 2014
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