I Want Women to Have Money!

Text: Dörte Welti
Fotos: zVg

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Fotos: zVg

Vom 4. Bis 6. Juli 2019 findet der Global Summit of Women erstmals in der Schweiz statt, Swiss Ladies Drive ist Medienpartner dieser prestigeträchtigen Veranstaltung mit weltweiter Strahlkraft. Location: Kongresszentrum Basel. Das Ticket kostet € 1000 für Teilnehmer von grossen Firmen, Non-profit, NGO’s, Government und kleinere Unternehmen zahlen € 675 pro Person (die Preise sind in Euro für Teilnehmer aus der EU und der Schweiz, für den Rest der Welt gilt der Preis in US Dollar). Anmeldeschluss ist der 4. Juni 2019, alle weiteren Infos, das Programm und die Speaker: www.globewomen.org.

Wir trafen die Präsidentin des Global Summit of Women, Irene Natividad, während der Vorbereitungsphase in Zürich.

 

Mrs Nativitad, Sie sind die Präsidentin des Global Summit of Women. Was ist für sie global?

Irene Natividad: Ich bin in vielen verschiedenen Ländern aufgewachsen. Mein Vater arbeitete für eine Maschinenbaufirma und wir lebten dort, wo er arbeitete. Ich habe meine High School in Athen abgeschlossen, war sechs Jahre lang während des Schah-Regimes in Teheran im Iran und lebte in Okinawa. Global ist also für mich selbstverständlich.

Was braucht es Ihrer Meinung nach, damit Frauen sich mehr trauen, in die globale Wirtschaft oder in die Wirtschaft überhaupt zu gehen?

Sie müssen an den Global Summit kommen! Im Moment haben Frauen keinen Zugang zu «global». Viele Frauen denken auch gar nicht so weit. Obwohl viele Profis und Menschen, die in Unternehmen weltweit tätig sind, über die globale Wirtschaft reden, verstehen sie sie doch nicht in ihrer Komplexität, sie haben nicht die Erfahrung und sind limitiert. Wir veranstalten einen Summit, an dem Frauen aus 62 Ländern teilnehmen. Man könnte dort beispielsweise mit jemandem aus Aserbaidschan in Kontakt kommen, weiss aber nicht einmal, wo das Land liegt auf der Weltkarte? Das lehrt einen schon einiges. Es geht aber im Grunde genommen nicht um das Land aus dem man kommt, es geht um die Menschen, die man trifft und durch die man lernt und Erfahrungen sammelt. Am Ende zählt nur, dass wir alle gleich sind.

Warum sollen wir uns global engagieren und uns nicht um Belange kümmern, die genau vor unserer Haustür liegen?

Weil egal, ob man es gut findet oder nicht, wir alle von globalen Entscheidungen von Firmen beeinflusst werden, die Menschen aus meinem, aus Ihrem Land engagieren.

Ist der Global Summit of Women auch ein Konzentrieren der Kräfte?

Es ist ein riesiger Workshop für Lösungen.

Suchen Sie Lösungen oder bieten Sie welche an?

Von Anfang an haben wir entschieden, dass Austausch die Triebfeder ist. Weil ich glaube, dass wir nicht immer und immer wieder bei Null anfangen müssen sollen. Frauen lernen am besten voneinander, egal ob es eine Runde mit Ministern ist oder eine reguläre Businesssession. Es geht darum, was funktioniert hat. Keine Klagen! Das haben wir nicht nötig, das ist bereits woanders abgehakt worden.

Wer sucht die Speaker aus und lädt sie ein?

Ich. Persönlich. Jeden einzelnen. Ich spreche mit jedem und jeder der 85 bis 90 Speaker und höre mir an, was sie sagen wollen. Ich will sicher gehen, dass die Frauen davon profitieren. Eine Idee. Eine Inspiration. Eine Leitlinie. Vorbilder.

 

HINTERGRUNDINFOS:

Irene Natividad ist Amerikanerin mit philippinischen Wurzeln. Seit über 40 Jahren engagiert sich die Mutter eines Sohnes für Frauen, sie will, dass Frauen in die globale Wirtschaft passen und dort Führungspositionen innehaben. Sie wurde zum Head of National Women’s Political Caucus gewählt, das ist eine bipartisane Organisation, die darauf hin arbeitet, dass sich mehr Frauen für öffentliche Ämter und letztendlich Politik interessieren und sie stand der National Commission für Working Women vor. Vor 29 Jahren organsierte sie den ersten Global Summit of Women, heute etabliert als das «Davos der Frauen». Irene Natividad gehört auch zum W20 (www.w20-germany.org) und nahm an der T20 teil, eine Think Tank Initiative, die dem G20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) helfen soll, Entscheidungen zu finden, jeweils für die Interessen der Frauen und die Gleichbehandlung. Believe it or not, Irene Natividad ist 70 Jahre alt.


 

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