Didier Cuche Über Elektroautos

Text: Dörte & Carla Welti
Fotos: Audi Press

Didier Cuche Über Elektroautos

Text: Dörte & Carla Welti
Fotos: Audi Press

"Ein vernünftiger Schritt, um auf Elektroautos umzusteigen"

Sagt Didier Cuche, und meint damit Audis erstes vollelektrisches Auto, den e-tron, der Anfang 2019 am Schweizer Markt lanciert wurde. Wir haben nachgehakt, was genau der Ex-Skirennfahrer damit meint.

Ortstermin im Audi «e-tron experience center» in Zürich*, eine temporär angemietete Location, die Audi nutzt, um das Thema E-Mobilität mittels kompetenter Beratung, live Erlebnissen und natürlich den ausgestellten Autos an die potentiellen Kunden zu bringen. Der Anlass: Audi-Kunden für e-tron und auch hybride Modele zu begeistern. Didier Cuche ist seit mehr als 20 Jahren Markenbotschafter für Audi und trägt den Schritt in die E-Mobilität vollumfänglich mit. «Ein vernünftiger Schritt», sagt der Vater zweier Kinder, «wir bauen uns gerade privat einen alten Bauernhof um und wollen möglichst umweltfreundlich leben. Heisst: Wir bauen eine Photovoltaik-Anlage, haben einen Energiespeicher im Keller und für den Audi e-tron, den ich seit ein paar Monaten fahre, habe ich extra eine Ladestation bauen lassen.»

Beim Thema E-Mobilität kommt zwangsläufig die Frage auf, woher die Bausteine und Rohstoffe für die Batterien stammen. Audi hat mit der koreanischen LG Chem einen Batteriezell-Lieferanten für die Produktion des e-tron im belgischen Co2-netralen Werk in Brüssel im Boot, der sich zu «Gebotener Sorgfaltspflicht hinsichtlich Kriegsmineralien» verpflichtet hat. Heisst: LG Chem ist Mitglied der Responsible Cobalt Initiative, und legt transparent sämtliche Lieferanten – das sind über 50 – für den Rohstoff Kobalt dar. LG Chem betont auf seiner Website aber auch, dass «Das Problem, dass in der Kobalt-Lieferkette auch Kinderarbeit anzutreffen ist…LG Chem nicht alleine lösen kann». Man bemühe sich aber, die Verwendung von Mineralien, die das Risiko bergen, «dass es im Kobalt-Produktionsprozess zu Menschenrechtsverletzungen kommt», sukzessive zu verhindern.

Statement einer Audi AG Unternehmenssprecherin zu dem Thema: «Da wir keine direkten Geschäftsbeziehungen mit Rohstoff-Produzenten unterhalten, haben wir entsprechende Nachhaltigkeitsanforderungen in unsere Lieferverträge integriert. Im Dezember 2017 haben wir die Leitlinie zum nachhaltigen Rohstoffbezug überarbeitet. Diese verlangt zu den bereits bestehenden Vorgaben wie Einhaltung von klar definierten Arbeits-, Umwelt- und Sicherheitsstandards sowie Menschenrechten, nun nochmal explizit das strikte Verbot jeglicher Form von Kinder- und Zwangsarbeit bei der Gewinnung der Rohstoffe wie beispielsweise Kobalt. Alle Hinweise auf Verstösse gegen unsere Nachhaltigkeitsanforderungen nehmen wir sehr ernst und gehen diesen unmittelbar und konsequent nach. Zusätzlich werden wir im Jahr 2019 die mit den Lieferanten vertraglich verankerten Nachhaltigkeitsanforderungen weiter konkretisieren. Um Transparenz in unsere Lieferkette zu bringen, tauschen wir uns kontinuierlich mit unseren Batteriezellen-Lieferanten aus. Über die Konzern-Beschaffung wird die Herkunft des Materials über externe Audits validiert. Hierbei erfolgen die Überprüfung von Lieferdokumenten in der Lieferkette bis zur Mine sowie eine Überprüfung, ob die Lieferanten Prozesse zur Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette aufgebaut haben. Sollten Abweichungen zu unseren Anforderungen identifiziert werden, werden mit den Lieferanten konkrete Massnahmenpläne vereinbart.»

«Elektrisch fahren heisst Fahrspass», verallgemeinert Andreas Wickli, Teamleader Productmanagement bei Audi. Derzeit betrifft das 5 Prozent der Kunden, weil bisher 5 Prozent der Audi-Kunden vollelektrisch und mit Plug-In Fahrzeugen unterwegs sind. «Bis 2025 soll jeder zweite Audi als Elektromodell verkauft werden, das schliesst die Plug-In Hybriden mit ein, deren Anteil 45 Prozent betragen soll», erklärt Kathrin Kaltenbrunner, PR-Manager Audi Schweiz das Ziel. «Es folgt 2020 der Audi e-tron Sportback als weitere rein elektrische Variante, gefolgt vom Audi Q4 e-tron und dem Audi e-tron GT, der Sportversion im Jahr 2021. Ich persönlich kann es nicht erwarten, dass wir den Audi Q4 e-tron in 2021 lancieren, denn das wäre das perfekte elektrische Fahrzeug für mich. Generell wird fast jedes Modell nach und nach auch eine elektrische Version erhalten.»

Den ersten vollelektrischen SUV von Audi, den Audi e-tron, der jetzt auf dem Markt ist, gibt es als 55 quattro (95-kWh-HV-Batterie, 300kW /408 PS, Reichweite rund 411 Kilometer) und neu ebenso als 50 quattro (71-kWh-HV-Batterie, 230 kW/313 PS, Reichweite mehr als 300 Kilometer) jeweils mit zwei E-Maschinen vorne und hinten an den Achsen parallel angeordnet. Der 55 quattro kostet ab CHF 91 100, der 50 quattro wird bereits ab CHF 78 300 angeboten.

 

Weiterführende Infos:
www.audi.ch
*https://e-hub.swiss/e-hub/pages/e-tron-experience-center-zuerich-utoquai-informationen/

 


 

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