Genau das tat Sunday Natural bei einem Pressefrühstück unter dem Motto «Let’s Talk Hormones!». PhDr. Katharina Maria Burkhardt sprach über die Perimenopause und räumte mit einigen Klischees, Fehlannahmen und vermeintlichen Gewissheiten rund um die Wechseljahre auf. Und diese Erkenntnisse wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.
PhDr. Katharina Maria Burkhardt ist österreichische Wissenschaftlerin und Speakerin mit Schwerpunkt auf Female Health, humanidenten Hormonen und Mikronährstoffmedizin. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sie sich mit hormonellen Dysbalancen und entwickelt wissenschaftlich fundierte Gesundheitskonzepte für Frauen. In ihrer Forschungsarbeit initiiert und leitet sie wissenschaftliche Untersuchungen und betreut unter anderem eine klinische Studie an der Medizinischen Universität Wien. Zudem ist sie seit vielen Jahren in der Lehrtätigkeit aktiv und konzipierte eine mehrjährige Fachausbildung für Ärztinnen und Ärzte im Bereich der integrativen humanidenten Hormontherapie.


Menopause, Perimenopause, Wechseljahre: Was ist eigentlich was?
Schon bei den Begriffen beginnt die Verwirrung. Umgangssprachlich verwenden wir «Menopause» gerne für die gesamte Zeit der hormonellen Veränderungen. Genau genommen bezeichnet die Menopause jedoch einen Zeitpunkt: die letzte Menstruation im Leben einer Frau.
Die Perimenopause beschreibt hingegen die hormonelle Übergangsphase rund um die Menopause. Sie kann bereits Jahre vor der letzten Periode beginnen und bis etwa ein Jahr danach andauern. In dieser Zeit verändert sich die Funktion der Eierstöcke, der Zyklus wird zunehmend unberechenbar und die Hormonspiegel verändern sich. Laut Burkhardt sinkt zunächst vor allem Progesteron, während Estradiol stark schwanken kann. Nach der Menopause folgt die Postmenopause.
Der Begriff Wechseljahre wird wiederum als übergeordnete Bezeichnung für diese hormonelle Übergangszeit verwendet.
Begriffe klar? Dann zu den Dingen, die viele von uns über die Wechseljahre zu wissen glauben.
Klischee Nr. 1: Wechseljahre beginnen mit Hitzewallungen
Hitzewallungen gelten wohl als das Wechseljahressymptom schlechthin. Doch gerade die frühe Perimenopause kann sich ganz anders bemerkbar machen: etwa durch Schlafprobleme, Reizbarkeit, Erschöpfung, Brain Fog, Ängste oder Veränderungen der Libido. Hitzewallungen sind also nur eines von vielen möglichen Symptomen.
Klischee Nr. 2: Solange ich meine Periode habe, bin ich noch nicht in den Wechseljahren
Nicht unbedingt. Burkhardt betont, dass die hormonellen Veränderungen bereits beginnen können, während der Zyklus noch vorhanden ist. In der frühen Perimenopause kann sich zunächst die Zykluslänge verändern. Progesteron sinkt, während Estradiol stark schwanken kann.
Mit anderen Worten: Die Periode ist noch da, im hormonellen Hintergrund kann aber bereits einiges in Bewegung sein.
Fehlannahme Nr. 3: Libidoverlust ist vor allem Kopfsache oder ein Beziehungsproblem
Wenn die Lust nachlässt, wird die Ursache gerne bei Alltag oder Beziehung gesucht. Das kann eine Rolle spielen, ist aber nicht die ganze Geschichte. Burkhardt nennt auch hormonelle Faktoren. Testosteron trägt zur sexuellen Motivation und zur genitalen Durchblutung bei. Sinkt der Testosteronspiegel, kann dies die Libido zusätzlich beeinträchtigen. Gleichzeitig beeinflussen auch Stress, Schlaf und hormonelle Schwankungen das sexuelle Verlangen.


Klischee Nr. 4: Gewichtszunahme? Man wird eben älter
Plötzlich sitzt die Lieblingsjeans anders, obwohl sich beim Essen gefühlt gar nicht so viel verändert hat. Auch hier können laut Burkhardt hormonelle Veränderungen eine Rolle spielen.
In der Perimenopause schwankt Estradiol, während Progesteron sinkt. Burkhardt bringt diese Veränderungen mit Fettverteilung und Stoffwechselstabilität in Zusammenhang. Auch ein sinkender Testosteronspiegel kann eine Rolle spielen: Weniger Muskelaufbau kann zu einem niedrigeren Grundumsatz beitragen.
Fehlannahme Nr. 5: Herzklopfen hat mit den Wechseljahren nichts zu tun
Herzklopfen gehört vermutlich nicht zu den ersten Symptomen, die wir mit der Perimenopause verbinden. Burkhardt greift es in ihrem Vortrag dennoch ausdrücklich auf. Hormonschwankungen können ihrer Darstellung zufolge das autonome Nervensystem beeinflussen und die Stressachse aktivieren. Das könne Herzklopfen und innere Unruhe mitbegünstigen.
Wichtig ist natürlich: Herzklopfen kann viele Ursachen haben und sollte insbesondere bei neuen, starken oder anhaltenden Beschwerden medizinisch abgeklärt werden.
Klischee Nr. 6: Da muss Frau eben durch
Vielleicht das hartnäckigste Klischee von allen. Burkhardt möchte mit der Vorstellung aufräumen, Frauen müssten Veränderungen und Beschwerden während der Perimenopause einfach hinnehmen. Ihr Ansatz: verstehen, was im Körper passiert, statt Beschwerden lediglich zu ertragen.
Denn so individuell Frauen sind, so unterschiedlich kann auch diese Lebensphase verlaufen.
Female Health für verschiedene Lebensphasen
Das Pressefrühstück war gleichzeitig Anlass für Sunday Natural, seine erweiterte Female-Health-Linie vorzustellen. In Zusammenarbeit mit PhDr. Katharina Maria Burkhardt hat das Unternehmen Produkte entwickelt, die Frauen in unterschiedlichen hormonellen Lebensphasen begleiten sollen, von der Pubertät über die fruchtbaren Jahre bis zur Peri- und Postmenopause.
Im Zentrum der Präsentation stand der neue Peri Komplex, der für die frühe Perimenopause entwickelt wurde. Er kombiniert unter anderem die Vitamine B5, B6 und B12 mit Magnesium, Zink sowie Pflanzenstoffen wie Safran, Zitronenmelisse und Sibirischem Ginseng.
Über Sunday Natural
Sunday Natural ist ein Berliner Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln mit Fokus auf natürliche und möglichst reine Inhaltsstoffe. Das Sortiment umfasst unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenextrakte, Superfoods und Tees. Bei der Produktentwicklung verbindet das Unternehmen Erkenntnisse aus Wissenschaft, Natur- und Ernährungsmedizin und setzt auf Rezepturen ohne unnötige Zusatz- und Füllstoffe.








