Fakt ist: Die Welt hat sich verändert. Trouble is coming. Die Konsumentenstimmung ist im Keller, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd, viele sind angespannt, auch in der Politik. Wir haben uns gefragt, wie man in diesem verrückten Kontext Ruhe bewahrt und sich statt auf das Drama auf eine mögliche Lösung fokussiert. Denn das Drama hält uns fest – beschäftigt uns aber hervorragend.
Also – was würde man denn sonst im Leben bei einem Notfall so tun?
Klar kommunizieren. Und hey, Ladies da draussen, wir sind meistens ganz gut darin!
Und mit wem ist man am besten zusammen in einem Notfall?
Mit Menschen, denen man vertraut. Hey – diese Ladies Drive-Community ist euer sicherer Hafen, eure Crew, der ihr vertrauen könnt, weil ihr wisst, dass wir da sind, auch wenn’s mal nicht so gut läuft. Wir sind euer Fels in der Brandung, jemand, dem ihr vertrauen könnt. Das ist die Magie einer Community wie unserer Business Sisterhood.
Und was sollte man nicht tun in Notfällen?
Jedes Wort auf die Goldwaage legen, und das sage ich mit schwerem Herzen, obwohl ich weiss, wie weh Worte tun können, wie viel Schaden sie anrichten, wenn man sie unbedacht ausspricht. Aber in Zeiten, wo es heiss hergeht, sind wir nicht immer Herrin oder Herr über unsere Gedanken, sind nicht so sehr im Moment, wie wir es wünschten, lassen uns treiben von Wut oder Ängsten oder einer fatalen Kombination von beidem, was uns ja dann meist wieder äusserst leidtut hinterher.
Deshalb versuche ich immer, erst mal tief durchzuatmen – trivial, aber effektiv. Denn meist haben beispielsweise verbale Angriffe nichts mit mir zu tun – viele Menschen spiegeln und projizieren ihre Abgründe auf andere. Wieso sollte ich also auf etwas sogleich reagieren, was nichts mit mir zu tun hat? Also. Gut durchatmen und sich gedanklich, energetisch aus der Situation rausnehmen, emotionale Distanz erlauben, um Klarheit und Fokus zu gewinnen – und dann agieren. Nicht reagieren.
Wieso sind Dramen denn überhaupt was Schlechtes?
Weil sie manchmal die dunklen Seiten in uns zutage fördern. Die Folge ist meist ein nagendes Schuldgefühl. Deshalb halte ich es mit Bruce Lee: Sei Wasser. Lass die Kämpfe und Dramen anderer nicht zu den deinen werden, lass sie einfach an dir vorbeifliessen, biete keinen Widerstand. Viele Menschen ergötzen sich an Trubel, Drama, Aufregung, Streit. But it takes two to tango! Die Frage ist, ob ich da mitmache oder nicht. Das gilt für Social Media ebenso wie fürs Business.
Wenn wir unter Druck sind, zeigt sich, ob wir menschlich agieren können, auch wenn das Drama hochkocht, und ob wir so empathisch sind, wie wir immer meinen zu sein. Zudem sollten wir uns auf jene Dinge fokussieren, die wir ändern können, ohne zu kämpfen. Drehen wir doch alles mal einfach um: Statt sich auf die Bösartigkeit anderer einzulassen, damit zu kämpfen, fokussieren wir uns doch darauf, was an Gutem in uns steckt. Wenn wir uns über Politiker ärgern, leiten wir unser Augenmerk doch mal auf unseren Mikrokosmos und darauf, wo in unserer eigenen Welt eine Lösung, eine Veränderung herbeigeführt werden könnte, statt uns über Dinge im Aussen aufzuregen. Deshalb mein Motto bei jeder Krise: Die Lösung bin ich! Sie schlummert in mir. Darauf vertraue ich.
Alex Hurschler sagte etwas in seiner Kolumne, was mir einen Schauer über den Rücken schickte: „Echte Stärke entsteht nicht, wenn alles einfach ist. Echte Stärke wird geboren, wenn du denkst, du kannst nicht mehr – und trotzdem weitermachst. Die meisten scheitern nicht an der Krise selbst. Sie scheitern daran, dass sie nicht wissen, wie man führt, wenn die Welt brennt.“
Stärke und Lösungen entstehen an dieser magischen Schnittstelle zwischen Herz und Verstand.
Stärke entsteht nicht durch Kraft, sondern Verletzlichkeit. Fokus durch Konzentration. Konzentration bedingt innere Stille und Klarheit. Klarheit umfasst auch unsere Emotionen, nicht nur die Vernunft oder Ratio. Wenn also Herz und Gehirn im Einklang sind, sind wir die beste Version von uns. Lösungen müssen nicht perfekt sein, denn das Leben und wir mit ihm sind es auch nicht. Es geht um das „trotzdem“. Uns ist zum Heulen zumute. Aber wir zeigen trotzdem unsere Stärke, verneinen aber auch nicht unser Mitgefühl. Wir sind im Auge des Sturms, wo es still ist. Daraus ziehen wir unsere Kraft, nicht daraus, durch den Sturm zu preschen oder gegen ihn anzukämpfen.
Das wünsche ich mir von Herzen auch für euch. Egal welche Troubles ihr haben mögt, kämpft nicht gegen sie an. Lasst sie aufmerksam und bewusst geschehen, denn meist bringt uns das Leben dabei jede Menge bei. Fokussiert euch auf das Gute und holt vermehrt das in euer Leben. Es ist zumal das, was ich versuche. Wenn wir uns gemeinsam auf Lösungen und unseren Herz-Verstand fokussieren, hat das hochgradig transformative Kraft. Ich kann nicht anders, als daran zu glauben.
Viel Freude und viel Food For Thought bei der aktuellen Ausgabe, ihr Lieben!
















