Seit April 2025 steht fest: Wegen drohender CO2-Strafsanktionen werden die Jeep-Modelle Wrangler und Grand Cherokee in Europa aus dem Angebot gestrichen. Anstelle des Wranglers gibt es künftig den Jeep Recon – rein elektrisch. 1941 hatte Willys-Overland den Vertrag zur Fertigung des Ur-Jeeps für die US-Armee unterzeichnet. Gerade der Wrangler war und ist somit eine Ikone mit Geschichte.

Wir fahren aktuell den Wrangler als Hybrid im Langzeittest und sind begeistert. Der 4×4-Plug-in-Hybrid bietet bis zu 55 km elektrische Reichweite. Trotz leicht angepasstem Design ist er noch immer als Wrangler erkennbar – unverändert versatil und maximal anpassungsfähig dank verschiedener Dachkonfigurationen oder abnehmbarer Türen, die sogar ein Open-Air-Feeling ermöglichen. Softtop, Hardtop – beide Versionen sind möglich. Türen und Dach raus, Wind rein? Kein Problem. Der Sommer verlangt Freiheit? Der Wrangler liefert. Und macht dabei noch klar: Ich bin hier – und ich mache, was draussen Spass macht.
So war und ist der Modelljahrgang 2025 nicht nur dreck- und bergtauglich, auch wenn das Fahrgefühl immer „truck-like“ ist. Aber genau diese eher grobe Charakteristik des Wranglers machte für uns die Faszination aus. Denn ist man in einem Wrangler unterwegs, steht man über den Dingen – und dabei meine ich nicht nur die höhere Sitzposition, sondern vor allem auch den Umstand, dass ich mit dem Wrangler immer maximal entspannt unterwegs bin. Sportlich ist man nicht in diesem Modell – und das stellte für mich immer eine Art Luxusmoment dar. Ich kann mit dem Wrangler gar nicht schnell-aggressiv fahren. Und ich will auch nicht. Wohlmöglich hat niemand an diesen Umstand gedacht – aber ich bin massiv relaxter und somit auch sozialverträglicher und netter, wenn ich in diesem Auto nach Zürich fahre, weil es die Schnelligkeit, die um uns herum herrscht, aus der Gleichung zu nehmen scheint. Aber klar – die Verbrauchswerte mit diesem schachteligen Design könnten natürlich besser sein, vor allem wenn man eine leere Batterie spazieren fährt. Doch Amore Motore hat seine eigenen Gesetze – und Liebe ist nicht immer logisch, oder? Wir lieben, wen wir lieben.

Abgesehen davon tendiere ich dazu, dasselbe über Autos und ihre Besitzer zu sagen wie über Hunde und ihr Herrchen: Es bestehen durchaus gewisse Parallelen! Die Wrangler-Mentalität ist selbstbewusst, robust, abenteuerlustig und nicht zimperlich. Den Rest könnt ihr euch selber denken.
Für wen ist der Wrangler was?
Ihr wollt ein Fahrzeug mit grosser Community (viele Wrangler-Fahrerinnen und -Fahrer grüssen sich immer noch gegenseitig), Kultfaktor und echten Offroad-Möglichkeiten – dann seid ihr hier goldrichtig. Wrangler fahren ist fast eine Art Lifestyle. Er ist ein Klassiker mit Ecken und Kanten im wahrsten Sinne des Wortes. Mittelmässig und angepasst ist anders. Wer’s wild und echt will: buckle up!
Fazit: Die Headline zu diesem Test hätte auch „I am Legend“ lauten können. Denn auch wir weinen mit. Einmal Wrangler. Immer Wrangler. #heul

Unser Testfahrzeug im schnellen Überblick
Modell: Jeep Wrangler 4xe Plug-in-Hybrid (Benziner)
Systemleistung: 380 PS
Verbrauch: 4,3 l / 100 km (Herstellerangabe)
Elektrische Reichweite: 55 km (Herstellerangabe)
Preis: ab CHF 81’400.00
www.jeep.ch
















