Es gibt Menschen, die Räume einrichten. Und es gibt solche, die sie verstehen. Die ihnen zuhören. Die ihre Stille spüren. Ihre Narben. Ihre Geschichte. Stéphanie Signorell ist einer dieser Menschen. Ihre Arbeit ist leise – und gerade deshalb so kraftvoll. Sie gestaltet Räume nicht als Objekte, sondern als lebendige Wesen. Räume, die nicht glänzen wollen, sondern berühren. Die sich nicht zeigen müssen, sondern ankommen lassen.

ZWISCHEN PARIS UND DER CÔTE D’AZUR
Geboren in Frankreich, zwischen den Lichtern von Paris und der Weite der Côte d’Azur, trägt Stéphanie ein tiefes Gespür für Atmosphäre in sich. Von klein auf war sie umgeben von Meer, Licht, Farben und der subtilen Eleganz der Küstenlandschaft. Diese Wurzeln vergisst sie nie. Sie begleiten sie in jedem Projekt – als Erinnerung an Weite, Leichtigkeit und Natürlichkeit.
Heute lebt sie in St. Gallen, wo sie ihr eigenes Interior-Design-Büro führt – bewusst klein, bewusst lokal verwurzelt und doch offen für die Welt. Ihre Reisen – ob nach Spanien, Dubai oder an die stillen Küsten von Roquebrune-Cap-Martin – erweitern ihren Blick, inspirieren ihre Arbeit und lassen sie immer wieder Neues entdecken. Doch egal, wohin sie geht: Die Côte d’Azur bleibt ihr innerer Kompass.
ETHIK STATT EITELKEIT
„Ich nenne mich eine ethische Interior Designerin“, sagt sie. Was zunächst ungewöhnlich klingt, wird klar, wenn man ihre Arbeit sieht: Sie inszeniert nicht. Sie imponiert nicht. Sie gibt Raum. Ihre Haltung ist Achtsamkeit – gegenüber Menschen, Orten, Materialien.
Sie arbeitet in situ – das bedeutet: mit dem, was schon da ist. Kein Überstülpen, kein Maskieren. Sie fragt: Was braucht dieser Raum wirklich? Und was braucht er nicht? Ihre Räume sind keine Bühnen, sondern Gefährten. Sie sind voller Luft, voller Licht, voller Stille. „Ich arbeite mit dem, was da ist“, sagt sie. „Ich schaffe mehr mit weniger.“ Dieser Satz ist kein Minimalismus-Statement, sondern ein Akt der Sanftmut.
DER DIALOG DER SINNE
„Mein Gestaltungsansatz ist eine Reise – ein Dialog zwischen Orten, Texturen und Emotionen.“ So beschreibt Stéphanie ihr Schaffen. Sie lässt sich inspirieren von der zeitlosen Modernität einer Eileen Gray, von der poetischen, sozial engagierten Architektur einer Tatiana Bilbao und von der Balance zwischen Struktur und Seele.
Eine grosse Inspirationsquelle ist für sie auch Zaha Hadid – die „Architektin der Zukunft“. Zaha Hadid hat Architektur wie Skulptur verstanden: als fliessende Landschaften aus Beton und Glas. Ihre Werke sind mutige Manifestationen, die Grenzen verschieben und Bewegung in starre Strukturen einschreiben. Stéphanie bewundert in Hadids Schaffen diese Freiheit: das Aufbrechen von Konventionen, die Dynamik, das Denken in Wellen.
Wie Zaha Hadid sieht auch Stéphanie Räume als etwas Bewegliches, Flexibles, Fliessendes – nicht als starre Konstrukte. Doch während Hadid mit kühner Monumentalität arbeitete, übersetzt Stéphanie diese Vision in eine leise, intime Sprache. Bei ihr sind es nicht Metropolen, sondern Wohnräume, die beginnen zu atmen. Nicht Skulpturen aus Stahl, sondern Atmosphären aus Licht, Holz und Stoff. Beide eint eine Haltung: den Mut, Architektur als lebendigen Dialog zu denken.


FASHION ALS FUNDAMENT
Ein Teil ihrer Sensibilität stammt aus ihrer Erfahrung in der Welt der Mode. Stéphanie hat dort gelernt, wie sehr Stoffe, Schnitte und Proportionen Emotionen formen können. Aus dieser Schule der Eleganz bringt sie die Fähigkeit mit, Materialien wie eine zweite Haut zu verstehen – und Räume wie ein Kleid, das sich sanft an seinen Träger anschmiegt. Die Mode hat ihr ein Auge für Details geschenkt, für die subtile Kunst des Weglassens, für die Magie der Drapierung und der Textur. Dieses Gespür überträgt sie in ihre Designs: Jeder Raum wirkt massgeschneidert, wie ein Couture-Kleid, das nicht blendet, sondern Identität schenkt.
TEXTUREN ALS SPRACHE
Für Stéphanie spielen Texturen eine zentrale Rolle: die rohe Haptik von Stein, die Wärme von Holz, die Leichtigkeit natürlicher Stoffe. Daraus entsteht eine Sprache, die Räume verfeinert und zugleich zutiefst menschlich macht. Jedes Projekt trägt einen Hauch von Haute Couture – Massarbeit, Präzision und subtiler Luxus. Doch immer mit Herz, nie mit Distanz. Ihre Räume sind keine kalten Inszenierungen, sondern warmes Terrain für das echte Leben.
MÖBEL MIT SEELE
Auch ihre Möbel tragen diese Handschrift. Entworfen in St. Gallen, gefertigt im appenzellischen Handwerk. Kein Massenprodukt, kein Trendobjekt, sondern ein Stück Seele, aus Holz und Zeit geschnitzt. Ein Tisch, an dem Leben geschieht. Ein Stuhl, der zuhört. Skulpturen des Alltags, die Wärme atmen.
RÄUME, DIE SICH ERINNERN
Stéphanie gestaltet nicht nur für Menschen, sondern auch im Bewusstsein des Nicht-Menschlichen: für das Licht, für den Staub, für die Geschichte eines Ortes. Ihre Räume sind Antworten auf das Anthropozän – auf eine Welt, die lernen muss, mit sich selbst achtsam umzugehen. Sie schöpft Inspiration aus dem Schimmer eines Steins, der Stille in einem Museum, dem Licht eines Morgens. Nie laut. Immer langsam. Beobachtend. Tief.
DIE LEISE TRANSFORMATION
Jedes Projekt ist für sie eine neue Begegnung – mit einem Ort, einem Menschen, einem Gedanken. Wer einen Raum von Stéphanie Signorell betritt, spürt sofort eine Veränderung. Man wird langsamer. Weicher. Klarer. „Es ist, als ob der Raum dich willkommen heisst, ohne etwas von dir zu verlangen“, sagen ihre Klientinnen und Klienten.
EINE INTERIOR DESIGNERIN DER TIEFE
Und vielleicht ist das ihre grösste Kraft: Stéphanie Signorell ist wie die Wellen des Meeres, an dem sie geboren wurde – sanft und stark zugleich, bewegt und bewegend. Sie ist keine Designerin der Oberflächen. Sie ist eine Designerin der Tiefe – ihrer eigenen, der des Ortes und der der Menschen, die ihn bewohnen. Ihre Arbeit ist keine Geste. Sie ist eine Haltung. Eine Einladung zur Rückverbindung mit dem, was zählt: das Licht. Der Boden. Die Seele eines Raums. Denn Stéphanie gestaltet nicht einfach Räume. Sie schenkt Menschen ein Zuhause – und das mit einer Leidenschaft, die aus dem Herzen kommt.
stephaniesignorell.com
@stephanieinteriordesign_
















