Helen Strozzega wird energisch abwinken, wenn sie das hier liest, und sagen, sie sei überhaupt nicht wichtig, das mache doch alles ihr Sohn Denis. Mag sein, dass er hinter der aktuellen Erfolgsgeschichte der Strozzi-Locations steckt. Die würde aber ohne das Wirken von Helen im Hintergrund nicht aufgehen.

Konzentration aufs Wesentliche, wohlfühlen sollen sich die Gäste im Strozzi’s. Das war – und ist – Helen Strozzega das Allerwichtigste bei der Gestaltung der Restaurants, die den verkürzten Familiennamen tragen. Vor 34 Jahren eröffnete die Absolventin der Hotelfachschule Lausanne mit ihrem Mann Urs (den sie auf ebendieser Schule kennengelernt hatte) das erste Strozzi’s im Seefeld in der Stadt Zürich. Helen hatte das Konzept geschrieben, das Interieur gestaltet – Strozzi’s schlug ein wie eine Bombe. Die Menschen kamen, blieben, nach und nach gingen insgesamt acht Strozzi’s in Zürich auf. Dann hatte das Leben andere Pläne, das Paar trennte sich, Eigentümer Urs Strozzega verstarb und die gemeinsamen Kinder, Chiara und Denis, erbten das Geschäft. Denis, der eigentlich im Finanzsektor begonnen hatte Fuss zu fassen, nahm die Herausforderung an, elf Jahre ist das jetzt her. Als Realist reduzierte er das Portfolio auf eine Location, das 2010 eröffnete Strozzi’s Strandhaus mit Bootsanlegeplätzen in Herrliberg am Zürichsee. Die Mutter hatte Denis wieder ins Boot geholt, um das zu machen, was die Mitbegründerin und leidenschaftliche Künstlerin am besten kann: kreativ gestalten. Jetzt auch für das neue Strozzi’s Pelikan, mitten in Zürich. Gut gemacht, Denis, die Wohlfühlstory kann weitergehen.

















